neue Gattung von Poecilicn,
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wie an einer gemeinen Flosse ausgebreiteten Strahlen, unter der
Loupe betrachtet, aussehen wie folgt: Der erste Strahl ist ein gewöhnlicher,
ungetheilter, kurzer Stützenstrahl. Der zweite ist lang,
breit und flach, bald nach der Basis etwas angeschwollen und rückwärts
gebogen; nach seiner Mitte erhebt sich an der Vorderkante
eine stumpf eingekerbte Stelle, auf welche eine hohle Furche folgt,
deren beide im Bogen vorwärts gewendete zugeschärfte Kanten mit
scharfen Sägezähnchcn versehen sind. Nach dieser kurzen, doppelten
Säge krümmt sich die Spitze des Strahles rückwärts und endet in
einen flachen, sehr scharfen wieder vorwärts gerichteten Angelhaken.
Der ganze Strahl ist wie gewöhnlich bis gegen sein Ende
kurz gegliedert. Der dritte Strahl spaltet sich einfach gegen die
Spitze zu, dabei ist aber sein hinterer Zweig rückwärts fein gesägt.
Der vierte Strahl erweitert sich löffelförmig von seiner Mitte an bis
gegen die Spitze, welche gerade wie beim zweiten Strahle in einen
scharfen, jetzt rückwärts gekrümmten Haken endigt. Der S., 6. und
7. Strahl ist kaum halb so lang wie der vierte, alle drei sind gegen
ihr Ende meisseiförmig flach ohne wirkliche Spaltung, obschon sie
etwas angedeutet zu sein scheint.
Um sich nun einen deutlichen Begriff von dieser Afterflosse
machen zu können, die wir auf Taf. VIII, Fig. a, in der eben beschriebenen
Lage vergrössert abhilden Messen , stelle man sich dieselbe
nicht als eine gewöhnliche Flosse zum Schwimmen vor, sondern,
wie Fig. b. zeigt, als das was sie ohne Zweifel ist: nämlich ein
Werkzeug wie an Rochen und Hayen, womit sich hei der
Begattung das Männchen an den Körper des Weibchens
anklammert. Wir sind um so mehr überzeugt, dass diese Vermuthung
hei näherer Beobachtung der Lebensweise dieser Fische,
sich auch durch die Erfahrung bestätigen werde, da nicht nur das
ganze Aussehen dieser Flosse an die bekannten Appendiees der
Männchen unter den Selachiern erinnert, sondern darum, weil auch
die natürliche Lage der Flossenstrahlen eine ganz andere, dem
Zwecke des Anklammerns entsprechende ist und nicht die gewöhnliche,
wie man cs in Folge der vorhergehenden, nach einer künstlichen
Ausbreitung der Flosse entworfenen Beschreibung vermuthen
könnte. Die Flossenstrahlen liegen nämlich (Fig. b), obschon sie
wie immer hinter einander eingelenkt sind, beinahe wie die Blätter
eines Frauenfächers über einander, Der zweite Strahl mit dem Haken