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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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Heckei.  Über  eine

viereckige  Mundöffnung  aus;  an  Fundulus  ist  der  Oberkiefer  wie
gewöhnlich  abgerundet,  die  Mundöffnung  daher  halbrund.  Die  beiden
Gattungen  P  o  e  c  i  1  i  a  und  M  o  11  i  e  n  i  s  i  a  unterscheiden  sich  endlich
durch  die  Stellung  ihrer  Bauch-und  Afterflossen,  welche  bei  ersterer,
wo  die  ßauchflossen  in  ihrer  gewöhnlichen  abdominalen  Lage  sind,
nichts  Besonderes  bieten,  während  an  Mollienisia  die  Bauchflossen
(jedoch  ohne  mit  dem  Schultergürtel  verbunden  zu  sein)  viel  weiter
vorn  sitzen  und  die  Analflosse  dicht  dahinter  sich  zwischen  die  Baucliflossen-Ba
  sis  einschiebt  und  vor  der  Körpermitte  liegt.
Zunoch  besserer  Auffassung  der  nachfolgendenUntersclieidungsmerkmale
  unserer  neuen,  mit  Mollienisia  zunächst  verwandten  Gattung
müssen  wir  auch,  bei  der  einzigen  bisher  bekannten  Species  von
Mollienisia,  auf  den  Umstand  aufmerksam  machen,  dass  sowohl  nach
den  Beschreibungen  als  Abbildungen  vor  Lesueur  ')  und  Valenciennes 2 )
die  kurze  Analtlosse  der  Form  nach  nicht  von  einer  gewöhnlichen
Analflosse  abweicht,  ausser  dass  Valenciennes  an  der  Membranspitze ­
  des  zweiten  Strahles  ein  kleines  undurchbohrtes  Knöpfchen
fand,  dessen  Deutung  nicht  möglich  war;  ferner  dass  die  lange  hohe
Rückenflosse  schon  über  der  Brustflossenbasis  im  Nacken  anfängt.
Was  nun  die  Aufstellung  unserer  neuen  GattungXiphophorus
betrifft,  so  hoffen  wir,  durch  die  folgenden  Beschreibungen  und
genauen  Abbildungen  dreier  dazu  gehörigen,  bisher  unbekannten
Poecilien,  welche  besonders  in  ihrer  Analflosse  eine  Eigenthümlicbkeit
darbieten,  die  man  mit  vollem  Rechte  unter  Knochenfischen  als  eine
ausserordentliche,  nicht  zu  ahnende  Erscheinung  betrachten
darf,  bei  allen  Ichthyologen  hinlänglich  gerechtfertiget  zu  sein,  dieselben ­
  weder  der  Gattung  Mollienisia,  noch  irgend  einer  anderen
beigezählt  zu  haben.
Alle  drei  Arten  von  Xyphophorus  leben  unter  einander  in  einem
klaren  Bache  des  Gebirges  Orizaba  in  Mexico,  und  zwar  in  Gesellschaft ­
  einer  grösseren  gleichfalls  neuen,  mit  Poe  eil  ia  s  uri  namens ­
  is  zunächst  verwandten  Art.  Dort  fand  sie  unser  aufmerksamer
Reisender  der  k.  k.  Gartenbaugesellschaft,  Karl  Heller,  und  schickte
von  jeder  mehrere  Exemplare  an  das  Wiener  Museum.  Eines  dieser

*)  Journal  of  Ute  Acud.  of  Natur.  Sciences  o(  Philadelphia.  Vol.  II,  Part.  I.
Pag.  3,  Plat  1JJ»
2 )  Cuvi  er  et  Valenci  en  n  e  s,  Hist.  nat.  des  poissons.  Tomei  8,  Planche  527.
            
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