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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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Ettingshausen.  Bemerkung  zu

Das  Auflmden  wahrer  krystallinischer  Structur  an  einem
schiefrig  scheinenden  Minerale,  das  man  beinahe  mehr  geneigt
sein  konnte,  als  Gehirgsart  zu  betrachten,  als  dass  man  es  der
Reihe  der  einfachen  Mineralien  beizählen  sollte,  ist  an  und  für  sich
sehr  überraschend,  wenn  es  auch  durch  das  Bestehen  einer  festen
Mischungsformel  (Mg 2 ,  Fe 3 )  Si-f-Va  H,  oder  (Mg 3 ,  Fe 3 )  Si 2 -(-MgÄ
bedeutend  unterstützt,  und  begreiflich  gemacht  wird.  Aber  das
noch  so  wenig  krystallinische  Ansehen  macht  wieder  auf  den  Umstand ­
  aufmerksam,  dass  der  Fortschritt  der  Krystallisation  selbst  in
diesem  Falle  ein  höchst  langsamer  und  allmählicher  ist.  Sowie  aus  der
schiefrigen  Structur  sich  die  gleichartigen  Theilchen  in  der  festen
chemischen  Verbindung  an  einander  scldiessen,  ebenso  nehmen  sie
auch  die  geregelte  Lage  gegen  einander  an,  welche  sich  in  der
Wirkung  auf  das  Licht  als  wahre  Krystallisation  zu  erkennen  gibt.
Während  in  so  vielen  anderen  Fällen  sich  einzelne  Krystallindividuen
aus  einer  umgebenden  einfachen,  zusammengesetzten  oder  gemengten
Grundmasse  ausscheiden,  nimmt  hier  augenscheinlich  die  Grundmasse ­
  seihst  allmählich  die  Krystallstructur  an.

Professor  v.  Ettingshausen  überreicht  folgende  Mittheilung:
In  der  mit  Recht  geschätzten  Abhandlung  des  englischen  Mathematikers ­
  Georg  Green  „An  essay  on  the  application  of  mathematical
  analysis  to  the  theories  of  electricity  and  magnetism",
welche  zu  Nottingham  im  Jahre  1828  erschien,  und  mehrere  wichtige
neue  Formeln,  aucli  zuerst  für  die  Function,  deren  Differentiale  die
Componenten  der  elektrischen  Action  darhieten,  die  Benennung
„Potenzial’’  enthält,  findet  sich  im  Artikel  ß,  S.  18,  eine  Behauptung,
weichein  der  Allgemeinheit,  worin  sie  da  erscheint,  nicht  zugestanden ­
  werden  kann.  Diese  Behauptung  lautet  in  treuer  Übersetzung:
„Es  sei  ,4  eine  geschlossene,  dieElektricität  vollkommen  leitende
Fläche  und  p  ein  Punkt  ausser  ihr,  worin  eine  gegebene  Elektricitätsmenge
  Q  concentrirt  ist,  und  welche  einen  elektrischen  Zustand
in  A  induciren  soll;  der  Werth  V  der  von  der  Fläche  allein  herrührenden ­
  Potential-Function  bezüglich  irgend  eines  andern  ebenfalls
ausserhalb  der  Fläche  befindlichen  Punktes  p'  wird  eine  solche
Function  der  Coordinaten  von  p  und  p'  sein,  dass  die  Coordinaten
            
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