auf magnetische Telegraphen.
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mehr oder weniger. Am 9. Juli desselben Jahres schlug der Blitz
zwischen Kindberg und Krieglach in Steiermark in den Telegraphendrath
und zerschmetterte drei hölzerne Tragsäulen, ohne jedoch den
Leitungsdrath zu beschädigen. Am 19. Juli um 2 Uhr Nachmittags
traf der Blitz die Telegraphenleitung in der Nähe von Kindberg auf
der südlichen Staatsbahn und richtete an den Tragsäulen eine grosse
Verwüstung an. Drei dieser Säulen mussten alsogleich ausgewechselt
werden, zwölf andere aber waren wohl noch diensttauglich, hatten
aber starke Beschädigungen erhalten. Die in der Nähe der Bahn
beschäftigten Arbeiter wurden zwar betäubt, aber nicht beschädiget.
Zwei Beamte, welche unter dem Vordache des Aufnahmsgebäudes
zu Kindberg standen, bemerkten an einer der Säulen, die zerschmettert
wurde, und die volle fünf Kl. von ihnen entfernt stand, an dem
Ableiter einen Feuerbüschel und vernahmen einen Schall, als würde
ein Zündhütchen abgebrannt. Am Telegraphendratlie wurde nirgends
eine Beschädigung wahrgenommen, aber die Spitzen der Ableiter
waren überall abgeschmolzen. An demselben Tage erfolgte um 7 Uhr
Abends eine zweite elektrische Entladung, etwa 800 Kl. unterhalb
Bruck an der Mur, durch welche wieder drei Tragsäulen ganz zersplittert,
und 17 andere mehr oder weniger beschädiget wurden.
Der Ableiter einer Säule, die aber selbst unbeschädigt blieb, war
an der Spitze dermassen abgeschmolzen, dass das Porzellan des
Isolators einen schillernden Kupferüberzug erhielt. Auch der Ableiter
einer nahe drei Meilen weit entfernten, bei Marein und der einer anderenbeiMixniz
stehenden Säule waren abgeschmolzen und ins Porzellan
eingebrannt, so dass es keinem Zweifel unterliegt, der Strom habe
im Leitungsdrath einen so grossen Weg zurückgelegt. An demselben
Tage fand man auch den lndicator in der Station Mürzzuschlag
dienstuntauglich, und als man ihn näher untersuchte und denDrath des
Multiplicators abwickelte, fand man ihn abgeschmolzen. Wahrscheinlich
hat sich an diesem Tage auch ein Blitzschlag in der Nähe dieser
Station ergeben. Im April dieses Jahres fand man alle an den Trägern
des Telegrapliendrathes über den Semmering angebrachten Ableiter
mit dem Ende an dem Isolator angeschmolzen. Am 12. April bemerkte
man an der Drathklemme des südlichen Telegraphen in Wien eine
zwei Zoll lange Flamme, die mit Schnalzen übersprang. Dabei blieb
der Zeiger der Magnetnadel eine halbe Stunde lang an der Glocke
hängen.
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