auf magnetische Telegraphen.
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sehen Erseheinungen überhaupt eine viel grössere Rolle spielen,
als auf der nördlichen, wurde sehr oft zur Zeit, als noch der
Nachtdienst nicht eingeführt war, und man die Indicatorkästen
allenthalben über Nacht gesperrt hatte, am Morgen der Magnetismus
der Nadeln völlig zerstört gefunden und doch war nicht daran
zu denken, dass dieses durch absichtlich erzeugte künstliche Ströme
bewirkt worden sei.
Schon beim Einziehen der Leitungsdräthe auf der nördlichen
Linie klagten die Arbeiter häufig über einen Krampf, den sie beim
Anfassen der Drätlie zu fühlen vorgaben, in der höher gelegenen
Steiermark kam man aber bald zu der Überzeugung, dass dieser
Krampf von elektrischen Entladungen herrühre; sie unterblieben auch,
als man die Drätlie nicht mehr mit blossen Händen anfasste. Einer der
Arbeiter, Namens Hell, erhielt bei Kranichfeld in Steiermark einen
so starken Schlag, dass er zusammen sank, und den rechten Arm
nicht bewegen konnte. Der Unterinspector Schnirch, der diesen
Erscheinungen eine besondere Aufmerksamkeit widmete und die
Beobachtungen auf der südlichen Linie leitete, erzählte, dass er öfter
beim Auslösen der Drätlie, das man wegen eines sich nähernden
Gewitters für nötliig hielt, mehr oder weniger heftige Stösse
empfunden habe. Namentlich berichtete er mir, dass er einmal, als
er einen Indicator an den Apparatkasten anschrauben wollte, und
zufällig die beiden Leitungsdräthe berührte, einen Schlag in den
Händen empfunden habe, der bis in die Armgelenke reichte.
Es ist leicht einzusehen, dass die Wirkungen der Elektricität
auf Telegraphen am stärksten ausfallen müssen, wenn ein Gewitter
am Himmel steht, oder im Ausbruche begriffen ist. Diese Wirkungen
sind in der That oft von solcher Stärke, dass sie zerstörend auf
einzelne Theile der Apparate wirken, und dem Personale gefährlich
werden. Man musste darum gleich Anfangs darauf bedacht sein, diese
Wirkungen dadurch unschädlich zu machen, dass man den Strom
der natürlichen Elektricität längs der Leitungsträger in die Erde
abzuleiten suchte. Zu diesem Ende wurde längs bestimmten Tragsäulen
ein Dratli befestigt, der mit seinem untern Ende in die Erde
reichte, mit dem oberen aber dem telegraphischen Leitungsdräthe
an der Stelle gegenüber stand, wo dieser den Isolator verlassen
hatte, und darum keiner Schwankung unterlag, so dass der Abstand
beider nur */ a — 1 L. betrug.
Sitzb. d. matliem.-naturw. CI. I. Bd.
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