Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

Unternehmung  einer  geologischen  Karte  Österreichs.

17

4.  Die  eigentliche  Begehung  im  grössten  Detail  wird  nach  der
gewonnenen  Übersicht  in  grösseren  und  kleineren,  bereits  wissenschaftlich ­
  begrenzten  Bezirken  der  Reihe  nach  vorgenoinmen.
i>.  Die  mineralogische  und  chemische  Untersuchung  der  Gebirgsarten,
  die  paläontologische  der  Fossilreste  hält  gleichen  Schritt
mit  der  geologischen  Untersuchung  der  Vorkommen  in  der  Natur.
6.  Während  dieser  Arbeiten  wird  dafür  gesorgt,  dass  die  Monographien ­
  der  erhaltenen  Ergebnisse  fortwährend  durch  den  Druck
bekannt  gemacht  werden.
Es  ist  wohl  aus  den  hier  verzeichneten  einzelnen  Aufgaben
augenscheinlich,  dass  die  Arbeit  nicht  sämmtlich  von  den  zwei  obengenannten ­
  Individuen  vollendet  werden  kann.  Wir  werden  selbst
gerne  in  der  Leitung  der  Arbeiten  thätig  sein,  aber  es  wird
sich  auch  das  Bedürfniss  herausstellen,  zahlreiche  Theilnehmer  in
allen  Gegenden  des  Landes  heranzubilden  und  zu  benützen.  Jüngere
Kräfte  werden  dann  in  Anspruch  zu  nehmen  sein,  die  selbst  wieder
vielleicht  in  späteren  Zeiten  der  besonderen  Aufmerksamkeit  der  Akademie ­
  sich  würdig  zeigen  werden.  Die  Arbeit  muss  überhaupt  möglichst ­
  auf  eine  solche  Art  fortgeführt  werden,  dass  sie  auch  da  anregend ­
  wirkt,  wo  man  sonst  nur  Theilnahmslosigkeit  gefunden  hätte.
Man  soll  nicht  nur  die  Arbeit  leisten,  sondern  auch  den  Geist  der
Forschung  anregen.
4.  Benützung  der  Arbeitskräfte  des  Landes  zur
V  ollendung  der  Karte.  Die  Aufzählung  der  Arbeiten,  die  Vergleichung ­
  mit  den  Anstrengungen  anderer  Länder  zeigt  wohl  hinlänglich, ­
  dass  die  kais.  Akademie  der  Wissenschaften,  nebst  der  Übernahme ­
  eines  Theiles  der  Arbeiten  für  sich  selbst,  doch  auch  noch  des
freundlichen  Zusammenwirkens  mächtiger  Kräfte  bedarf,  um  die
grosse  Aufgabe  der  Vollendung  entgegen  zu  führen.  Aber  hier  zeigt
sich  eben  der  schöne  Zweck  des  Zusammenlebens  einer  grossen
Staatsgesellschaft,  wo,  würdig  der  Vorrechte  des  menschlichen  Geschlechtes, ­
  jeder  Einzelne,  jede  Theilverbindung  nach  ihren  Kräften
das  Gute  fördert.
Es  ist  natürlich,  dass  in  der  Ausführung  der  Arbeiten  und  der
Möglichkeit  der  Benützung  vieler  Individuen  das  k.  k.  Montanisticum
  vielfach  unterstützend  und  fördernd  eintreten  kann.  Wir
glauben  nicht  erst  nötliig  zu  haben,  viele  Worte  darüber  zu  machen,
dass  dasjenige  auch  bei  einer  Einladung  der  kais.  Akademie  der
Sitzb.  (1.  mathem.-naturw.  CI.  I.  Bd.

2
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.