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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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Heller.  Über  den  Staat

Man  findet  ihn  auf  Baron  H  u  m  b  o  1  d  t’s  Karte  unter  dem  Namen  Lago
de  Chidpas  verzeichnet;  2.  Der  Lago  de  loslslotes,  in  demselben
Districte  zwischen  Central-Amerika  und  Chidpas,  der  sich  nach  Süd-Ost
  ausdehnt  und  dessen  Grenzen  unbekannt  sind;  3.  der  Jusnajab,
eine  halbe  Quadrat-Legua  gross  im  selben  Districte;  4.  der  Suncusujul
  im  selben  Districte  von  San  Cristoval,  klein,  aber  permanent
wasserreich,  mit  zwei  aus  ihm  entspringenden  Flüssen.  Unter  den
Seen,  welche  durch  das  Austreten  von  Flüssen  gebildet  werden,  ist
vorzüglich  der  Catazaja  im  Districte  von  Palenque  zu  nennen,
welcher  vier  Leguas  lang  und  eine  halbe  Legua  breit  ist.  An  seinen
Ufern  stellt  das  Dörfchen  las  Playas,  welches  man  als  den  Hafen
Chidpas  für  Yucatan  betrachten  kann.  In  Soconusco  trifft  man
1.  den  Lago  de  los  potreros,  gebildet  durch  die  Vereinigung  von
11  Flüssen,  16  Legua  lang;  2.  de\\  Lago  Coliatanes,  gebildet  durch
die  drei  Flüsse  gleiches  Namens;  und  3.  einen  See,  gebildet  durch
die  Flüsse  Donna  Maria  und  Cacaluta.
Bewohner  Chidpas.
Die  Bewohner  Chidpas  zerfallen,  wie  bemerkt,  in  zwei  Classen,
nämlich:  In  Eingeborne  (Indigenas),  Weisse  und  Mestizen  (Ladinosj. ­
  Die  Eingebornen  selbst  theilen  sich  wieder  in  solche,  die  das
Bürgerrecht  besitzen  (Avecindados)  und  in  freie  Indianer  (Lacandones).
  Die  ersten  gehören  vielen  Stämmen  an,  und  sprechen
11  Sprachen,  nämlich:  die  Lengua  mejicana,  zoque,  casdal,
trokek,  cläapaneca,  zotzil,  zendal,  maya,  chol,  etliche  und  mäme,
welche  sich  vielleicht  bei  genauerer  Untersuchung  auf  4  oder  S
Hauptsprachen  zurückführen  lassen.  Während  die  Verwandtschaft
der  Zotzil-  zur  7I/a(/«.-Sprache  unverkennbar  ist,  zeigt  andererseits
die  Zoque-  mit  der  Mejicana-  oder  Azteca-Sprache  grosse  Ähnlichkeit. ­

Die  Lebensweise  und  der  Charakter  der  Chidpanecos-lwAhwev
ist  wenig  verschieden  von  dem  der  übrigen  Indianerstämme  Mexicos;
ihre  Beschäftigung  ist  der  Feldbau,  ihr  Abgott  der  sie  nach  und  nach
vertilgende  Branntwein.  Bloss  die  Bewohner  Chamulds  und  alle
übrigen  Zotziles,  besonders  aber  erstere,  eine  kleine  Völkerschaft
von  10,131  Seelön,  machen  eine  vortheilhafte  Ausnahme.  Ihr  Körperbau ­
  ist  schön,  kräftig,  ihr  Charakter  mild  und  beherrschend  zu
gleicher  Zeit,  ihre  Geschicklichkeit  und  Fähigkeit  in  Erlernung  von
            
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