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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

von  Chiäpas.

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Central-Amerika;  alle  aber  nach  keiner  Seite  hin  genau  festgestellt
und  bezeichnet;  die  meisten  Karten  sind  hinsichtlich  der  Grenzen  unrichtig ­
  und  die  Lage  der  Ortschaften  betreffend,  häufig  ganz  falsch.
Gebirge:  Drei  Gebirgsketten  durchschneiden  das  Land  von
Ost  nach  West,  deren  mittlere  sich  in  die  Cordillera  de  la  Siera
madre  fortzusetzen  scheint.  Eine  ihrer  höchsten  Spitzen  ist  der
Berg  Hueitepec,  östlich  von  San  Cristoval,  auf  8,500'  über  der
Meeresfläche  geschätzt.  Sie  schliessen  die  fruchtbarsten  Thäler  mit
dem  herrlichsten  Klima  ein  und  bilden  das  Paradies  der  Republik.
Flüsse:  Die  wasserreichsten  und  schiffbarsten,  welche  sich
alle  in  den  Golf  von  Mexico  ergiessen,  sind:
1.  Der  Cliiäpa,  welcher  in  den  Gebirgen  von  Cuchmnatlanes
in  Central-Amerika  entspringt,  Anfangs  von  Ost  nach  West,  später
von  Süd  nach  Nord,  den  ganzen  Staat  durchströmt  und  in  der
Provinz  Tabasco,  unter  dem  Namen  Grijalva  oder  Tabasco  sich
hei  Guadalupe  de  la  frontera  in  den  Golf  ergiesst.
2.  Der  Osumasinta,  welcher  seinen  Ursprung  in  den  Gebirgen
von  Pcten  und  dem  See  Panajachel  h^t  und  sich  vor  seinem  Ausflusse ­
  in  drei  Äste  spaltet,  von  welchen  der  eine  in  die  Laguna  de
Terminos,  der  zweite  hei  der  Barre  von  San  Pedro  y  Pablo  in
den  Golf,  der  dritte  hingegen,  auch  Tres  bocas  genannt,  hei  Mescalapa,
  in  den  Tabasco  kurz  vor  dessen  Ausfluss  mündet.
3.  Der  Tulija,  der  südlich  vom  Dorfe  Bachajon  entspringend,
unter  dem  Namen  Puscatan  sich  in  den  Golf  ergiesst.  Der  Blanquillo
von  den  Gebirgen  Isgualans  kommend,  der  Teäpa  in  den  Umgebungen
Pantepeques  und  San  Bartolome  de  Ginebras  entspringend  und
der  Magdalena-  oder  SantaMonica-Fluss,  von  den  Gebirgen  Tapalapäs
  kommend,  münden  sämmtlich  in  den  Grijalva  oder  Tabasco.
Ausser  diesen  G  Hauptflüssen  zählt  Chiäpas  noch  mehr  als  30  kleinere, ­
  theilweise  schiffbare  Nebenflüsse  nebst  zahllosen  Bächen.  Die
am  stillen  Ocean  liegende  Depcndenz  Soconusco  zählt  27  sich  in
denselben  ergiessende  Flüsse,  von  welchen  folgende  schiffbar  sind:
1.  der  Tilapa,  vereinigt  mit  den  Naranjo  hei  der  Barre  Ocoz;  dann
2.  der  Suchiate  bei  der  Barre  von  Ayutla;  3.  der  Cujohcican  hei
der  Barre  gleiches  Namens,  und  4.  die  drei  Cohatanes  bei  der  Barre
von  San  Simon.
Seen:  1.  Der  Tepancuapan  im  Districte  von  Comitlan,
6  Leguas  lang  und  in  seiner  grössten  Ausdehnung  1  Legua  breit.
            
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