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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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Über  (len  Staat

ich  für  die  der  Tultecas  zu  halten  geneigt  bin,  dürfte  zu  dieser
Annahme  berechtigen.
Nach  der  Eroberung  Mexicos  tbeilte  Chiäpas  die  Schicksale
aller  übrigen  von  den  Spaniern  unterworfenen  Länder.  Anfänglich
mit  Mexico  verbunden,  später  einen  Theil  des  General-Capitainates
von  Guatemala  bildend,  schloss  sich  Chiäpas  im  Jahre  1841  an
Yucatan,  neuester  Zeit  aber  wieder  an  Mexico  an.  Soconusco  tbeilte
bis  zum  Jahre  1821,  dem  der  Unabhängigkeits-Erklärung,  gleiches
Loos  mit  Chiäpas.  Während  sich  dieser  Staat  aber  an  Mexico  anschloss, ­
  bildete  jener  bis  1842  ein  neutrales  Land,  auf  welches
Guatemala  und  Mexico  gleichen  Anspruch  machten,  bis  es  von
letztem  mit  Waffengewalt  bezwungen,  dem  Staate  Chiäpas  wieder
einverleibt  wurde.
Geographie  und  Statistik.
Chiäpas  und  Soconusco  liegen  zwischen  dem  15°  und  17°  18'
nördlicher  Breite  und  dem  91 0  und  94°  westlicher  Länge  von  Greenwich. ­
  Ihr  Flächeninhalt  beträgt  nach  dem  Census  von  1838:  7,500
Quadrat-Leguas  (25  auf  den  Grad  gerechnet)  mit  160,083  Einwohnern. ­
  Davon  kommen  117,136  in  Dörfern  und  30,789  auf  Landgütern
wohnende  Chiäpas,  und  11,465  in  Dörfern  und  693  auf  Landgütern
lebende.Einwohner  auf  Soconusco.
Der  ganze  Staat  zerfällt  in  7  Districte  und  15  Kreise  mit
4  Städten,  7  Marktflecken  (villas),  96  Dörfern  und  591  Landgütern
(fincas  rusticas).  Nimmt  man  als  Maximum  eine  l /a  Quadrat-Leguas
Flächeninhalt  im  Durchschnitte  für  jeden  dieser  Orte,  so  klein  er
auch  sein  mag,  an,  so  entfallen  bloss  53  (4  Quadrat-Leguas  für  sämmtliclie
  Ortschaften,  und  die  übrigen  7,446  */ s  Quadrat-Leguas  für  die
Landgüter  und  unbevölkerten  Landstriche.  Wie  schwach  die  Bevölkerung ­
  des  ganzen  Landes  sei,  ergibt  sieb  schon  daraus,  dass,  während
auf  eine  Quadrat-Leguas  jener  53(4  Leguas  2,426  Einwohner  kommen, ­
  deren  Kopfzahl  für  den  Rest  per  Legua  durchschnittlich  auf
4  herabsinkt.
Von  diesen  160,083  Einwohnern  sind  132,185  reine  Indianer,
die  übrigen  Weisse  und  Mestitzen  (Ladinos),  eine  kleine  Anzahl
Neger  ungerechnet.
Die  politischen  Grenzen  sind:  lm  Norden  Tabasco,  im  Westen
Oaxacu,  im  Süd-Westen  (in  Soconusco)  der  stille  Ocean,  im  Osten
            
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