von Chiäpas.
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Der letzte Stamm einwandernder Indianer endlich waren die
Aztecas, welche im Jahre 1160 ihr Vaterland Aztlan in Nord-Californien
verlassend, nach einer 36 Jahre dauernden Wanderung
über Toluca her in Analiuac eindrangen. Sie Hessen sieh zuerst
in Tula (1196), später (1216) in Tzompango und endlich (1245)
in Chapoltepec nieder, wo sie zeitweise unter dem Joche der
Könige von Tezcüco in grossem Elende lebten. Nachdem sie aber
später ihre vollkommene Freiheit sich erkämpft, übersiedelten sie
nach ltztacalco und gründeten im Jahre 1326 auf einer kleinen
Insel des Sees Tezcüco die Stadt Tenochtitlan (das heutige
Mexico), die sich bald zur Hauptstadt eines mächtigen und grossen
Reiches erhob. Unabhängig von der ^ste&en-Herrschaft erhielten sich
bloss die Tarascos oder Michuacanos, die Könige von Tezcüco,
die Tlascaltecas und Onahualcos, obgleich einige derselben an die
mexicanischen Kaiser Tribut zahlten. Die Namen der aztekischen
Regenten sind: Akamapitzin (regierend von 1352 ■— 89) Huitzilihuitl
(regierend von 1389 — 1410), Chimalpopoca (regierend
von 1410 — 26), Izcohuatl (regierend von 1426 — 36), Huhue
(der alte) Mocteuzoma (regierend von 1436 — 64), Axayacatl
(regierend von 1464 —1477), Tizoc (regierend von 1477—82),
Ahuitzotl (regierend von 1482 —1502) Mocteuzoma Xocoyotzin
(der unglückliche, regierend von 1502 — 1520), Cliuitlahuiatzin
(regierend 1520, 3 Monate desselben Jahres) und Cuahutemotzin
im selben Jahre. Die berühmtesten der ersteren dieser Herrscher
waren Huitzilihuitl, der die Macht seines Volkes begründete,
Izcohuatl und Ahuitzotl, welche sie über zehn Staaten ausdehnten.
Unter der Regierung des letzteren fiel der Staat Chiäpas
durch seinen Feldherrn Tlitototel in die Hände Mexicos und blieb
dessen Herrschern bis zur Auflösung dieses Reiches (1521) unterthan.
Die Unterjochungs- und beständigen Parteikriege der einzelnen
Stämme unter sich scheinen Chiäpas, ein gebirgiges Land mit
verschiedenen Indianerstämmen, meist Reste gesprengter und flüchtiger
Heereshaufen, bevölkert zu haben, und nur die Zotziles
können als Abkömmlinge der alten Tultecas noch theilweise nachgewiesen
werden. Sie zeichnen sich jetzt noch durch einen dominirenden,
aber milden Charakter, grosse Geschicklichkeit und Fähigkeit
in Erlernung neuerer Künste aus. Selbst ihre Sprache, die
Zotzil, ein Dialekt oder eine Ausartung der Ma/a-Sprache, die
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