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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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Parts  eh  und  Haidinger.  Bericht  über  die

Professor  Favre 1 )  liegt  liier  vor;  eine  kurze  Darstellung  des  Verfahrens ­
  in  Frankreich  ist  in  dem  Berichte  zur  geognostischen  Übersichtskarte ­
  der  österreichischen  Monarchie  enthalten.  Aber  keine
der  Bekanntmachungen  durch  die  Presse,  keine  brieflichen  Mitteilungen ­
  können  die  Nachrichten  ersetzen,  welche  der  Reisende  durch
Nachfragen  an  Ort  und  Stelle  gewinnt.  Das  Verfahren  der  Arbeit  im
Felde  verdient  in  England  insbesondere  die  grösste  Aufmerksamkeit.
In  den  französischen  Arbeiten  finden  wir  übrigens  als  ersten
Schritt  zum  ernstlichen  Beginn  der  Arbeit,  dass  Brochant  selbst,
in  Begleitung  der  beiden  späteren  Hauptarbeiter,  Elie  de  Beaumont ­
  und  Dufrenoy  nach  England  gesandt  wurde,  um  dort  die
Vergleichungspunkte  für  die  ferneren  Aufgaben  zu  studiren.  Weit
mehreres  ist  gegenwärtig,  seit  zwanzig  Jahren,  in  den  beiden  Ländern ­
  geleistet,  dem  wir  uns  nun  anschliessen  können.
Es  wird  keine  Lust-  oder  Erholungs-Reise  sein,  sondern  eine
Reise  voll  geistiger  und  körperlieher  Anstrengung,  voll  von  Erfolgen
in  der  spätem  Anwendung  auf  die  Arbeiten  an  der  Karte.  Die  Kosten
für  jeden  der  beiden  Theilnehmer  dürften  auf  1000  fl.  Conv.  Münze
angeschlagen  werden,  also  zusammen  auf  2000  fl.  Der  beste  Zeitpunkt ­
  der  Abreise  wäre  der  Anfang  des  Monats  Mai.  In  der  Bewilligung ­
  dieser  Summe  würde  die  wichtigste  der  eigenen  Vorarbeiten
der  Akademie  bestehen.
3.  Arbeiten  für  die  Karte.  Einen  kurzen  Abriss  des  Planes, ­
  wenn  aubh  nur  ganz  im  Allgemeinen,  ist  es  uns  jetzt  schon
möglich,  der  Classe  darzulegen.  Er  bestellten  Folgendem:
1.  Der  Massstab  der  Karte  wird  bestimmt.  Die  Unkosten  für
die  den  geologischen  Untersuchungen  und  den  Bekanntmachungen
bestimmten  Blätter  werden  berechnet.  Daraus  ergibt  sich  die  Feststellung ­
  der  geographischen  Grundlage.
2.  Die  Landesuntersuchung  beginnt  mit  der  Würdigung  des
bereits  vorhandenen  wissenschaftlichen  Materiales  und  der  Verknüpfung ­
  desselben  zur  Herausstellung  gewisser  leitender  Fragen,  die
bei  der  ferneren  Bearbeitung  berücksichtigt  werden  müssen.
3.  Übersichtsreisen  zur  Verfolgung  einzelner  zusammengehörigen ­
  Gebilde  reihen  sich  an.

*)  Aus  den  Berichten  über  die  Mittheilungen  von  Freunden  der  Naturwissenschaften. ­
  Von  W.  Haidinger,  III,  p.  29.
            
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