von Chiäpas.
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und Mool grosse Ähnlichkeit haben, und obgleich Yucatan später
bevölkert wurde, auf gleiche Abstammung hindeuten.
Alle diese, in der Geschichte der ersten Bewohner eine so
grosse Rolle spielenden Männer, wurden von den Indianern in Idolen
aus Stein und Thon geformt, verehrt und solche seihst noch lange
nach der Eroberung Mexicos durch die Spanier von äenC/iapanecos
in dem Dorfe Huehuetlan (Land der Alten) im Distriete Soconusco
(Joconocho der Mexicaner), unter Aufsicht einer alten Indianerin
in einer Grotte bewahrt, bis Bischof Nunnez de la Vega auf einer
Diöcesan-Visite im Jahre 1691 deren Aufbewahrungsort entdeckte
und sie sammt und sonders nebst wichtigen Documenten und
Malereien auf Magueypapier (Agavepapier) öffentlich zerschlagen
und verbrennen, zugleich aber auch alle ihm als Abkömmlinge der
20 Stammväter bezeiclmete Personen den Inquisitions - Gesetzen
gemäss in die Klosterkerker abführen Hess.
Trotz alles dieses gegen die Idolatrie gerichteten Wüthens,
wobei eine Masse des unschätzbarsten Materiales für spätere geschichtliche
Forschung spurlos zu Grunde ging, erhielten sich noch
immer alte, auf sie basirte Gebräuche. Bedienen sich denn doch zur
Stunde noch die Chapanecas einer, ihrem alten Kalender ähnlichen
Jahreseintheilung von 18 Monaten, je zu 20 Tagen, welchen sie auf
die Jahreszeit und bestimmte Arbeiten sich beziehende Namen beilegen,
fort und fort. Unter den verschiedenen Meinungen über die
Gegend, von der aus die ersten Bevölkerungen Central-Amerikas
Chiäpas und Soconuscos gekommen sein mögen, ist jene die wahrscheinlichste,
die die Einwanderung von Norden aus stattfinden lässt.
Ein Manuscript von Quixte nennt den Stammvater der Quelenes
(älterer Name der Zotzilcs) Nemaquiche, als einen der drei
Brüder des fünften Iläuptlinges der Tultecas, der sie in Folge eines
Orakelspruches in grosser Menge nach Central-Amerika führte. Eine
Sage, die ihre historische Begründung in der Thatsache finden dürfte,
dass, wie dies die Untersuchungen über die alte Bevölkerung
Mexicos lehren, es die Tultecas waren, welche zuerst von diesem
Lande Besitz ergriffen.
Sie kamen wahrscheinlich von den Ufern des Missisippi und
Ohio, wo sich noch grosse Mauerwerke vorfinden, die weder den
Natches noch den Irokesen zugeschrieben werden können, nach
Analiuac (Mexico) herab, wohin sie auch ihre Künste verpflanzten,
Sitzb. d. mathem.-naturw. CI. I. Bd. 17