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K. Helle r. Über den
Man mag von dieser Tradition, ihrem Ursprünge und ihrer Verbreitung
unter den Ureinwohnern dieses Landes halten was man will:
So viel ist gewiss, dass die Chapunecos den Namen Votan sehr in
Ehren hielten, und ihn in ihrem Kalender verewigten, der ein Verzeiclmiss
ihrer Stammväter enthält. Er gleicht fast demMexicanischen,
nur weicht er von diesem in der figürlichen Darstellung der Monate
und der fünf Schalttage (Nemontemi der Mexicaner), aus welchen
sie einen eigenen Monat machten, ab. Die Namen der Monate sind
folgende: l.Mox,2. Ygh, 3. Votan, 4. Ghanan, 5-Abagh, 6. Fox,
7. Moxic, 8. Lambat, 9. Molo und Mulu, 10. Elab, 11. Batz,
12. Enob, 13.Been, 14. Hix, 15. Tziquin, 16. Chabin, 17. Chic,
18. Chinax, 19. Cabogh, 20. Aghual. Aus einigen derselben geht
hervor, dass die Sprache des gebildetsten Stammes die Zotzil war,
in welcher Fox Fichte, und Aghual Sohn oder Tochter bedeutet.
Die Geschichte dieser Männer hat die Tradition nur schlecht
aufbewahrt. Von den meisten ist sie entweder gar nicht oder nur
dunkel bekannt. Mox wird als erster Bevölkerer genannt, dem sie
auch zuweilen den Namen Imos oder Ninas beilegten und im Ceiba-Baume
(Bombax Ceiba L.) verehrten, unter welchem sie, nachdem
sie ihn mit Weihrauch eingeweiht, ihre Versammlungen hielten.
Diese Verehrung findet tlieilweise noch heutigen Tages Statt, und
spricht für die Echtheit dieser Tradition.
Votan, den sie auch Tepunaguaste, d. h. Herr des hohlen
Stammes, nannten, wurde als das Herz der Völker verehrt, und es
scheint sein Name in irgend einer Beziehung zu der verfallenen
Stadt Copanaguaste zu stehen.
Been, der Tradition zufolge, bereiste zuerst das ganze Land,
und errichtete an verschiedenen Punkten grosse Götzenbilder, welchen
er seinen Namen anschrieb. Eine dieser Figuren, an der Inschrift
und feinere Verzierungen leider schon zerstört sind, steht
noch in dem Felde von Quixte, westlich von Comitlan, und flösst
den Eingebornen die grösste Ehrfurcht ein. Sie nähern sich selber
mit entblösstem Haupte, verbeugen sich tief und zieren sie mit Blumen
und Zweigen, die, wenn vertrocknet, sie sich um die Stirne
winden und als Reliquien aufbewahren.
Von den übrigen ist, wie gesagt, nichts bekannt, und es bleibt
nur noch zu erwähnen, dass die Namen Hix, Muln und Molo mit
den, in der Yucateckischen Zeitrechnungvorkommenden Hij,Muluc