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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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K.  Helle  r.  Über  den

Man  mag  von  dieser  Tradition,  ihrem  Ursprünge  und  ihrer  Verbreitung ­
  unter  den  Ureinwohnern  dieses  Landes  halten  was  man  will:
So  viel  ist  gewiss,  dass  die  Chapunecos  den  Namen  Votan  sehr  in
Ehren  hielten,  und  ihn  in  ihrem  Kalender  verewigten,  der  ein  Verzeiclmiss
  ihrer  Stammväter  enthält.  Er  gleicht  fast  demMexicanischen,
nur  weicht  er  von  diesem  in  der  figürlichen  Darstellung  der  Monate
und  der  fünf  Schalttage  (Nemontemi  der  Mexicaner),  aus  welchen
sie  einen  eigenen  Monat  machten,  ab.  Die  Namen  der  Monate  sind
folgende:  l.Mox,2.  Ygh,  3.  Votan,  4.  Ghanan,  5-Abagh,  6.  Fox,
7.  Moxic,  8.  Lambat,  9.  Molo  und  Mulu,  10.  Elab,  11.  Batz,
12.  Enob,  13.Been,  14.  Hix,  15.  Tziquin,  16.  Chabin,  17.  Chic,
18.  Chinax,  19.  Cabogh,  20.  Aghual.  Aus  einigen  derselben  geht
hervor,  dass  die  Sprache  des  gebildetsten  Stammes  die  Zotzil  war,
in  welcher  Fox  Fichte,  und  Aghual  Sohn  oder  Tochter  bedeutet.
Die  Geschichte  dieser  Männer  hat  die  Tradition  nur  schlecht
aufbewahrt.  Von  den  meisten  ist  sie  entweder  gar  nicht  oder  nur
dunkel  bekannt.  Mox  wird  als  erster  Bevölkerer  genannt,  dem  sie
auch  zuweilen  den  Namen  Imos  oder  Ninas  beilegten  und  im  Ceiba-Baume
  (Bombax  Ceiba  L.)  verehrten,  unter  welchem  sie,  nachdem ­
  sie  ihn  mit  Weihrauch  eingeweiht,  ihre  Versammlungen  hielten.
Diese  Verehrung  findet  tlieilweise  noch  heutigen  Tages  Statt,  und
spricht  für  die  Echtheit  dieser  Tradition.
Votan,  den  sie  auch  Tepunaguaste,  d.  h.  Herr  des  hohlen
Stammes,  nannten,  wurde  als  das  Herz  der  Völker  verehrt,  und  es
scheint  sein  Name  in  irgend  einer  Beziehung  zu  der  verfallenen
Stadt  Copanaguaste  zu  stehen.
Been,  der  Tradition  zufolge,  bereiste  zuerst  das  ganze  Land,
und  errichtete  an  verschiedenen  Punkten  grosse  Götzenbilder,  welchen ­
  er  seinen  Namen  anschrieb.  Eine  dieser  Figuren,  an  der  Inschrift ­
  und  feinere  Verzierungen  leider  schon  zerstört  sind,  steht
noch  in  dem  Felde  von  Quixte,  westlich  von  Comitlan,  und  flösst
den  Eingebornen  die  grösste  Ehrfurcht  ein.  Sie  nähern  sich  selber
mit  entblösstem  Haupte,  verbeugen  sich  tief  und  zieren  sie  mit  Blumen ­
  und  Zweigen,  die,  wenn  vertrocknet,  sie  sich  um  die  Stirne
winden  und  als  Reliquien  aufbewahren.
Von  den  übrigen  ist,  wie  gesagt,  nichts  bekannt,  und  es  bleibt
nur  noch  zu  erwähnen,  dass  die  Namen  Hix,  Muln  und  Molo  mit
den,  in  der  Yucateckischen  Zeitrechnungvorkommenden  Hij,Muluc
            
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