Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

254

K.  Heller.  Über  den

zu  machen  nicht  Verfehlt.  Den  Ufern  des  Grijalva  entlang  herrscht
überdies  eine  Hautkrankheit  Tinna  genannt,  die,  obgleich  nicht  belästigend, ­
  durch  weisse,  rothe  und  bläuliche  Flecken  die  Eingebornen
entstellt  und  zuweilen  selbst  die  Fremden  ergreift.  In  dem  gebirgigen
Districte  Teäpas  sind  Kröpfe  sehr  allgemein  und  Wechselfieber
gleichfalls  nicht  selten.  Anderseits  hat  die  Natur  für  die  leidende
Menschheit  durch  einigein  denFlötzgebirgen  bei  Tedpa  vorkommende
Schwefelquellen  gesorgt,  deren  mehrere  allgemein  bekannt  und
geschätzt  sind.
Die  Regierungsform  Tabascos  ist  die  föderalistische  der  andern
Staaten.  Der  von  dem  Volke  gewählte  Gouverneur  steht  unter  dem
Congresse  der  vereinigten  Staaten  von  Mexico  und  verwaltet  das  Land
nach  seinem  Gutdünken.  Da  nun  dies  gewöhnlich  Leute  von  oberflächlichen ­
  Kenntnissen  sind,  so  wird  für  das  Beste  des  Landes  und
die  Erziehung  seiner  Einwohner  sehr  wenig  gesorgt,  wesshalb  denn
auch  grosse  Unwissenheit,  geringe  Moralität  und  Mangel  aller  bürgerlichen ­
  Tugenden  die  minderen  Classen  und  die  Indianer-Bevölkerung
durchgehends  charakterisiren.
Die  vorzüglichsten  Orte  des  Staates  von  Tabasco  sind:
1.  San  Juan  Bautista  Tabasco  oder  Villa  hermosa,  Hauptstadt ­
  mit  6  bis  7000  Einwohnern,  auf  einer  kleinen  Anhöhe  am  linken
Ufer  des  Grijalva,  IS  Leguas  von  der  Meeresküste,  83  Leguas  von
Campeche  und  234  Leguas  von  Mexico  entfernt,  mit  zwei  Kirchen,
mehreren  Trivialschulen,  Sitz  des  Gouvernements  und  eines  spanischen ­
  und  belgischen  Gonsuls.  Ihre  Strassen  sind  unregelmässig,
bergig  und  stets  in  schlechtem  Zustande;  die  Häuser  mit  wenigen
Ausnahmen  ebenerdig,  klein  und  unansehnlich,  und  obgleich  meist
aus  Mauersteinen  aufgeführt,  feucht  und  demKlima  wenig  entsprechend
eingerichtet.  Nahe  an  250  Rohrhäuser  brannten  die  Nordamerikaner
am  15.  Juni  1847  nieder.
2.  Teäpa,  Hauptort  des  Districtes  gleiches  Namens,  mit  6000
Einwohnern,  zwischen  dem  Teäpa-  und  Puyucatengo-Fhisse  in  einer
prachtvollen  gebirgigen  Gegend,  an  der  Grenze  Chidpas,  200'  über
dem  Meeresspiegel  liegend.  Ein  niedlicher  Ort  mit  vielen  aus  Stein
erbauten  Häusern,  20  Leguas  südlich  von  San  Juan  Bautista  entfernt, ­
  und  häutig  von  den  Indianern  Chidpas,  welche  Brot,  Käse  und
Früchte  bringen,  besucht.  In  seiner  Nähe  befinden  sich  die  Schwefelquellen ­
  der  Hacienda  del  Osufre,  der  Esperanza  und  des  Puyu-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.