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K. Heller. Über den
zu machen nicht Verfehlt. Den Ufern des Grijalva entlang herrscht
überdies eine Hautkrankheit Tinna genannt, die, obgleich nicht belästigend,
durch weisse, rothe und bläuliche Flecken die Eingebornen
entstellt und zuweilen selbst die Fremden ergreift. In dem gebirgigen
Districte Teäpas sind Kröpfe sehr allgemein und Wechselfieber
gleichfalls nicht selten. Anderseits hat die Natur für die leidende
Menschheit durch einigein denFlötzgebirgen bei Tedpa vorkommende
Schwefelquellen gesorgt, deren mehrere allgemein bekannt und
geschätzt sind.
Die Regierungsform Tabascos ist die föderalistische der andern
Staaten. Der von dem Volke gewählte Gouverneur steht unter dem
Congresse der vereinigten Staaten von Mexico und verwaltet das Land
nach seinem Gutdünken. Da nun dies gewöhnlich Leute von oberflächlichen
Kenntnissen sind, so wird für das Beste des Landes und
die Erziehung seiner Einwohner sehr wenig gesorgt, wesshalb denn
auch grosse Unwissenheit, geringe Moralität und Mangel aller bürgerlichen
Tugenden die minderen Classen und die Indianer-Bevölkerung
durchgehends charakterisiren.
Die vorzüglichsten Orte des Staates von Tabasco sind:
1. San Juan Bautista Tabasco oder Villa hermosa, Hauptstadt
mit 6 bis 7000 Einwohnern, auf einer kleinen Anhöhe am linken
Ufer des Grijalva, IS Leguas von der Meeresküste, 83 Leguas von
Campeche und 234 Leguas von Mexico entfernt, mit zwei Kirchen,
mehreren Trivialschulen, Sitz des Gouvernements und eines spanischen
und belgischen Gonsuls. Ihre Strassen sind unregelmässig,
bergig und stets in schlechtem Zustande; die Häuser mit wenigen
Ausnahmen ebenerdig, klein und unansehnlich, und obgleich meist
aus Mauersteinen aufgeführt, feucht und demKlima wenig entsprechend
eingerichtet. Nahe an 250 Rohrhäuser brannten die Nordamerikaner
am 15. Juni 1847 nieder.
2. Teäpa, Hauptort des Districtes gleiches Namens, mit 6000
Einwohnern, zwischen dem Teäpa- und Puyucatengo-Fhisse in einer
prachtvollen gebirgigen Gegend, an der Grenze Chidpas, 200' über
dem Meeresspiegel liegend. Ein niedlicher Ort mit vielen aus Stein
erbauten Häusern, 20 Leguas südlich von San Juan Bautista entfernt,
und häutig von den Indianern Chidpas, welche Brot, Käse und
Früchte bringen, besucht. In seiner Nähe befinden sich die Schwefelquellen
der Hacienda del Osufre, der Esperanza und des Puyu-