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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

K.  Heller.  Über  den

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Palenques  22  Leg.  westlich  vom  Usamasinta  entfernt,  gerade  nach
Norden  fliesst,  und  rr ; t  dem  Tabasco  gemeinschaftlich  bei  der  Barra
de  Tabasco  unter  dem  Namen  Puscatan  in  den  Golf  mündet  ').
Noch  erübrigt  die  Angabe  des  Rio  de  Chiltebeque  auch  Rio
secco  genannt  (gegenwärtig  bloss  eine  Abzweigung  des  Grijalva,
in  früheren  Zeiten  wahrscheinlich  sein  Hauptbett),  der  sich  hei  der
Barre  von  Chiltebeque  ergiesst,  und  von  dreissig-tonnigen  Schiffen
bis  Tierra  colorada  18  Leg.  von  seiner  Mündung  aufwärts  befahren
wird.  Man  findet  ihn  auf  den  Karten  fast  nie  verzeichnet.  Die  bedeutendsten ­
  schiffbaren  Nebenflüsse  des  Grijalva  und  Usamasinta  sind
der  Tedpa,  Tlacotalpa.  Blanquillo  u.  a.  m.,  welche  sich  in  den
Grijalva,  dann  der  Chaquisjä,  der  Salto  de  aqua  u.  a.  m.,  welche
sich  in  den  Usamasinta  ergiessen.  Die  Anzahl  der  kleineren  Flüsse
und  Bäche,  die  in  diese  beiden  Ströme  einmünden,  ist  ausserordentlich
gross,  ihre  Namen  aber  wenig  bekannt.  Diese  vier  oder  vielmehr
drei  Haupfflüsse  mit  ihren  unzähligen  Nebenflüssen  bilden  in  dem
flachen  Küstenlande  zur  Regenzeit  eine  solche  Unmassekloiner  namenloser ­
  Seen,  dass  man  dreist  sagen  kann,  Tabusco  wandle  sich  in
der  Regenzeit  vom  Monat  Juli  bis  Mürz  von  der  Meeresküste  gegen
18  bis  20  Leguas  landeinwärts  in  einen  einzigen  See  von  300
Quadrat-Leguas  um,  wodurch  das  ganze  Land  mit  Ausnahme  einiger
weniger  erhöhter  Punkte  durch  sechs  Monate  im  Jahre  völlig  unbewohnbar ­
  und  culturunfähig  gemacht  wird.
Der  Staat  Tabasco  mag  nach  meiner  oberflächlichen  Berechnung
(26,4  Quadrat-Leguas  auf  einen  Grad)  höchstens  1100  Quadrat-Leguas
  Flächeninhalt  besitzen,  obgleich  ihn  Viele,  wahrscheinlich  mit
Einrechnung  des  zu  Verra  Cruz  gehörigen  Districtes  Huaimanquillo,
zu  1600  Quadrat-Leguas  angeben.  Nach  dem  letzten  Census  ist  seine
Einwohnerzahl  63.580,  wonach  ungefähr  63  Einwohner  auf  1  Quadrat-Leguas
  kommen.  Die  Einwohner  selbst  theilen  sich  in  Creolen  (Abkömmlinge ­
  von  Weissen),  Mestizen  (Abkömmlinge  von  Weissen  und

1 )  Auf  allen  Karten  finde  ich  den  Tulijä  als  einen  Zufluss  des  Usamasinta
schon  eine  gute  Strecke  unterhalb  der  Theilung  des  letzteren  sich  in  diesen
ergiessen.  Nach  Ileller’s  Angabe  über  den  Lauf  beider  Flüsse  und  der
Verbindung  des  westlichen  Armes  der  Usamasinta  mit  dem  Tabasco,  muss
nothwendig  der  Tulija  ersteren  nahe  vor  seiner  Vereinigung  mit  letzterem
durchschneiden,  um  neben  dieser  sich  in  die  Bucht  der  Bara  de  Tabasco
ergiessen  zu  können  „Fenzl’%
            
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