K. Heller. Über den
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Palenques 22 Leg. westlich vom Usamasinta entfernt, gerade nach
Norden fliesst, und rr ; t dem Tabasco gemeinschaftlich bei der Barra
de Tabasco unter dem Namen Puscatan in den Golf mündet ').
Noch erübrigt die Angabe des Rio de Chiltebeque auch Rio
secco genannt (gegenwärtig bloss eine Abzweigung des Grijalva,
in früheren Zeiten wahrscheinlich sein Hauptbett), der sich hei der
Barre von Chiltebeque ergiesst, und von dreissig-tonnigen Schiffen
bis Tierra colorada 18 Leg. von seiner Mündung aufwärts befahren
wird. Man findet ihn auf den Karten fast nie verzeichnet. Die bedeutendsten
schiffbaren Nebenflüsse des Grijalva und Usamasinta sind
der Tedpa, Tlacotalpa. Blanquillo u. a. m., welche sich in den
Grijalva, dann der Chaquisjä, der Salto de aqua u. a. m., welche
sich in den Usamasinta ergiessen. Die Anzahl der kleineren Flüsse
und Bäche, die in diese beiden Ströme einmünden, ist ausserordentlich
gross, ihre Namen aber wenig bekannt. Diese vier oder vielmehr
drei Haupfflüsse mit ihren unzähligen Nebenflüssen bilden in dem
flachen Küstenlande zur Regenzeit eine solche Unmassekloiner namenloser
Seen, dass man dreist sagen kann, Tabusco wandle sich in
der Regenzeit vom Monat Juli bis Mürz von der Meeresküste gegen
18 bis 20 Leguas landeinwärts in einen einzigen See von 300
Quadrat-Leguas um, wodurch das ganze Land mit Ausnahme einiger
weniger erhöhter Punkte durch sechs Monate im Jahre völlig unbewohnbar
und culturunfähig gemacht wird.
Der Staat Tabasco mag nach meiner oberflächlichen Berechnung
(26,4 Quadrat-Leguas auf einen Grad) höchstens 1100 Quadrat-Leguas
Flächeninhalt besitzen, obgleich ihn Viele, wahrscheinlich mit
Einrechnung des zu Verra Cruz gehörigen Districtes Huaimanquillo,
zu 1600 Quadrat-Leguas angeben. Nach dem letzten Census ist seine
Einwohnerzahl 63.580, wonach ungefähr 63 Einwohner auf 1 Quadrat-Leguas
kommen. Die Einwohner selbst theilen sich in Creolen (Abkömmlinge
von Weissen), Mestizen (Abkömmlinge von Weissen und
1 ) Auf allen Karten finde ich den Tulijä als einen Zufluss des Usamasinta
schon eine gute Strecke unterhalb der Theilung des letzteren sich in diesen
ergiessen. Nach Ileller’s Angabe über den Lauf beider Flüsse und der
Verbindung des westlichen Armes der Usamasinta mit dem Tabasco, muss
nothwendig der Tulija ersteren nahe vor seiner Vereinigung mit letzterem
durchschneiden, um neben dieser sich in die Bucht der Bara de Tabasco
ergiessen zu können „Fenzl’%