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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

Staat  Tabasco.

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Der  Staat  Tabasco  grenzt  im  Süden  an  Ciiidpas,  im  Osten
an  Yucatan,  im  Westen  an  den  Staat  Vera-Cruz  und  nördlich  an
den  mexicanischen  Meerbusen,  liegt  zwischen  dem  92°  und  94°  westlicher ­
  Länge  von  Greenwich  und  mit  seiner  Osthälfte  ungefähr
zwischen  dem  17°  48'  und  18°  45',  mit  seiner  Westhälfte  zwischen
dem  17°  und  18°  10'  nördlicher  Breite.  Seine  wahre  Ausdehnung
nach  Siid  und  West,  ist  weder  der  mexicanischen  Regierung  noch
den  unterrichteten  Einwohnern  bekannt,  und  daher  die  Grcnz-Verzeichnung
  auf  den  Karten  der  neuesten  Geographen  noch  im  höchsten
Grade  unzuverlässlich.  Vorzüglich  ist  dies  hei  der  südlichen  Grenze
der  Fall,  welche  der  Schlangenwindungen  der  sie  bildenden  Gebirgskette ­
  wegen,  sehr  schwer  zu  bestimmen  ist.  In  keinem  Falle  gleicht
seine  Configuration  einem  länglichen  Vierecke,  sondern  nähert  sich
vielmehr  einer  Kolbenfigur,  deren  breiterer  Theil  Yucatan,  und
Chidpas  zugekehrt  ist.  Tabasco  begreift  das  eigentliche  Flachland,
das  sich  an  die  nördliche  Abdachung  eines  von  West  nach  Ost  streichenden ­
  Gebirgs-Ausläufers  der  Cordilleras  lehnt,  und  ist  von  zahllosen ­
  Flüssen  und  Bächen  durchschnitten,  von  welchen  man  auf  kleineren ­
  Landkarten,  häufig  nur  den  Tabasco  oder  Grijalva-Fluss  und
den  Usarnasinta,  oder  SumasAnta  genannt,  verzeichnet  findet.
Arrowsmith  (auf  seiner  Karte  Mexicos,  London  1842),  lässt
letzteren  in  der  englischen  Colonie  Belize  entspringen,  und  durch
Chidpas  fiiessen,  während  der  See  Panajachel  oder  die  Gebirge
von  Peten,  in  dem  zur  Republik  Guatemala  gehörigen  Staat  Verra-Paz,
  als  sein  Ursprung  allgemein  genannt  werden,  und  Chidpas
erwiesen  nur  bis  an  sein  linkes  Ufer  reicht.  Die  Wassermenge  des
Usarnasinta,  ist,  ungeachtet  seines  kürzeren  Laufes  der  vielen  Zuflüsse ­
  wegen  bedeutend  grösser,  als  die  des  weit  längeren  Grijalvas.
Weit  richtiger  ist  der  Lauf  des  Grijalva  allenthalben  angegeben,
welcher  in  den  Gebirgen  von  Chuchaniatlanes  in  Central-America
entspringt,  und  unter  dem  Namen  Chidpa  den  Staat  gleiches  Namens
in  nordwestlicher  Richtung  durchströmt,  später  aber  den  Staat  von
Tabasco  unter  dem  Namen  Grijalva.  oder  Tabasco  nordöstlich  (nicht
nördlich)  durchschneidet,  und  sich,  6  Leg.  von  der  Küste  mit  einem
Zweige  des  Usarnasinta  verbindend,  in  mehrere  Arme  zertheilt,  in
den  Golf  von  Mexico  mündet.  Ein  dritter  wichtiger  Fluss  ist  der
Tulija,  der  so  wie  die  früheren  schiffbar,  43  Leg.  östlich  von  San
Cristoval  (Ciudad  real  de  Chidpa)  entspringt,  und  in  der  Nähe  von
            
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