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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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H  a  idin  g  er.  Pleochroismus  des

Die  regelmässigen  Formen  des  Salzes  gehören  in  das  augitisclie
Kristallsystem.  Da  sich  bei  so  vielen  anderen  Krystallspecies  schon
drei  verschiedene  Farbentöne  nach  den  drei  Elasticitätsaxen  orientirt
gefunden  hatten,  so  musste  auch  hier  die  Untersuchung  darauf  fortgeführt ­
  werden,  was  auch  gelang,  obwohl  bei  der  geringen  Durchsichtigkeit ­
  die  Töne  sich  nur  unter  besonders  günstigen  Umständen
wabrnehmen  Hessen.  Berzelius  bat  folgende  Beschreibung:  „Die
Krystalle  werden  gewöhnlich  gross  und  regelmässig,  rhombische
Prismen  mit  zweiseitiger  Zuspitzung  bildend.  Die  stumpfen  Kanten
des  Prismas  sind  zuweilen  durch  Flächen  ersetzt,  wodurch  das  Prisma
sechsseitig  wird.”

Ich  beobachtete  die  in  beistehender  Skizze
dargestellte  Form,  bestehend  aus  der  geneigten ­
  Basis  P,  dem  Längsprisma  d  und  dem
der  Axe  parallelen  Prisma  M,  mit  der  Bezeichnung ­

0  (P).  D(4ooA(üf).oofl(r).
Annähernde  Messungen  gaben  die  Winkel:
d  gegen  d  (über  P)  =  140°
Mgegen  M  =70°
0  gegen  die  vordere
scharfe  Kante  MM—  110°.
Die  Flächen  P  und  d  sind  gut  gebildet,  und  ziemlich  eben,  die
Flächen  M  aber  sind  immer  etwas  uneben,  mehrere  Krystalle  in  wenig
verschiedener  zum  Tlieil  divergirender  Stellung  zusammengehäuft,
so  dass  die  Messungen  mit  bessern  Krystallen  wiederholt  werden
sollten.  Die  Krystalle  waren  bis  einen  halben  Zoll  lang,  bei  einem
Durchmesser  von  einer  Linie,  aber  die  am  besten  ausgebildeten  viel
kleiner.
Es  zeigten  sieb  nun  die  Farbentöne  durch  die  dichroskopisehe
Loupe,  wie  folgt:

1  Normale

(wenig  mehr]  ^dunkelster!

Grün  •

Queraxe
Axe

Ivioletgrau
]  wenig  mehr]
(gclbl.  grün

zwischen  seladongriin
  und  lauch-f
grün,  in  das  Yio-(
lote  ziehend
Berlinerblau  .
Die  Prismen  sind  oft  zwischen  zwei  Flächen  von  M  ganz  dünn,
man  kann  dann  zuweilen  leicht  die  geringe  Differenz  zwischen  den
zwei  grünen  Tönen  wahrnehmen.  Auf  quer  nach  der  Axe  abgesprengten

)..
mittlerer  1  on.
hellster  ^
            
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