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H a i d i n g e r. Über eine neue
Er zeigte im Innern eine sonderbare Art von Zusammensetzungen
mehr und weniger dunkle, violette und weisse Schichten den Quarzoidflächen
parallel, aber auch deutliche stängliclie Zusammensetzungsstücke
senkrecht auf diese Flächen und auf die Krystallschalene.
Haidinger liess Platten, senkrecht auf die Axe aus dem Stücke
schneiden. Die Zusammensetzung nahm sich nun erst recht deutlich
aus. Ein ziemlich klarer schön gefärbter Kern, umgehen von den in
sechs Abtheilungen parallel geordneten stänglich zusammengesetzten
Krystalltheilen. Zunächst der Spitze war der ganze Krystall klar,
aber um und um von einer dünnen weissen Quarzrinde umgeben.
War aber schon diese Anwendung der stänglichen Zusammensetzungsstücke
merkwürdig, so geben doch die klaren Plattentheile ein
noch viel wunderbareres Resultat. In einem ziemlich durchsichtigen
hell violetten Grunde waren zunächst den abwechselnden Seiten der
Basis der Quarzoide dreiseitige dunklere Keile eingewachsen, die
beim Durchsehen einen eigentliümlichen Farbenwechsel darboten,
rosenroth, violhlau, schiefergrau, indighlau, wobei man die einzelnen
Töne nur dadurch festzuhalten suchen konnte, dass man die Platte
knapp vor das Auge hielt. Nun zeigte sich aber die schöne Erscheinung
von dunkeln Hyperhelpaaren in hellerem Grunde, der letztere
violhlau und gegen auswärts in hellrosa verlaufend, die Hyperbeln
halb dunkel violhlau, halb dunkel indighlau, und zwar so, dass die
Farbentöne sich in einander verlaufen. Die Axe der beiden Hyperbeln
zertheilt die Farben, die Queraxe derselben, senkrecht auf jene
zwischen den Scheiteln, zertheilt die Gestalt der Erscheinung in die
beiden einzelnen Hyperbeln. In Bezug auf die Krystallform liegt,
wenn man von der Spitze der in Platten geschnittenen Krystadle
gegen die Platten zu sieht, ein blauer Schenkel in der Richtung
gegen die Mitte des Krystalls, ein violetter Schenkel gegen die
Basis des Quarzoides zu, ein violetter Schenkel erscheint rechts in
Verbindung mit dem obern blauen als rechte obere Hyperbel, ein
blauer Schenkel links in Verbindung mit dem untern violetten als
linke untere Hyperbel. Auch Brewster hatte dieser Hyperbeln
erwähnt *), aber nicht die Orientirung nach der Krystallform gegeben.
Er verglich sie mit der Erscheinung, welche entsteht, wenn
Q Transactions of the Royal Society of Edinburgh. Vol. IX., 1821, p. 142.