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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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H  a  i  d  i  n  g  e  r.  Über  eine  neue

Er  zeigte  im  Innern  eine  sonderbare  Art  von  Zusammensetzungen
mehr  und  weniger  dunkle,  violette  und  weisse  Schichten  den  Quarzoidflächen
  parallel,  aber  auch  deutliche  stängliclie  Zusammensetzungsstücke ­
  senkrecht  auf  diese  Flächen  und  auf  die  Krystallschalene.
Haidinger  liess  Platten,  senkrecht  auf  die  Axe  aus  dem  Stücke
schneiden.  Die  Zusammensetzung  nahm  sich  nun  erst  recht  deutlich
aus.  Ein  ziemlich  klarer  schön  gefärbter  Kern,  umgehen  von  den  in
sechs  Abtheilungen  parallel  geordneten  stänglich  zusammengesetzten ­
  Krystalltheilen.  Zunächst  der  Spitze  war  der  ganze  Krystall  klar,
aber  um  und  um  von  einer  dünnen  weissen  Quarzrinde  umgeben.
War  aber  schon  diese  Anwendung  der  stänglichen  Zusammensetzungsstücke ­
  merkwürdig,  so  geben  doch  die  klaren  Plattentheile  ein
noch  viel  wunderbareres  Resultat.  In  einem  ziemlich  durchsichtigen
hell  violetten  Grunde  waren  zunächst  den  abwechselnden  Seiten  der
Basis  der  Quarzoide  dreiseitige  dunklere  Keile  eingewachsen,  die
beim  Durchsehen  einen  eigentliümlichen  Farbenwechsel  darboten,
rosenroth,  violhlau,  schiefergrau,  indighlau,  wobei  man  die  einzelnen
Töne  nur  dadurch  festzuhalten  suchen  konnte,  dass  man  die  Platte
knapp  vor  das  Auge  hielt.  Nun  zeigte  sich  aber  die  schöne  Erscheinung ­
  von  dunkeln  Hyperhelpaaren  in  hellerem  Grunde,  der  letztere
violhlau  und  gegen  auswärts  in  hellrosa  verlaufend,  die  Hyperbeln
halb  dunkel  violhlau,  halb  dunkel  indighlau,  und  zwar  so,  dass  die
Farbentöne  sich  in  einander  verlaufen.  Die  Axe  der  beiden  Hyperbeln ­
  zertheilt  die  Farben,  die  Queraxe  derselben,  senkrecht  auf  jene
zwischen  den  Scheiteln,  zertheilt  die  Gestalt  der  Erscheinung  in  die
beiden  einzelnen  Hyperbeln.  In  Bezug  auf  die  Krystallform  liegt,
wenn  man  von  der  Spitze  der  in  Platten  geschnittenen  Krystadle
gegen  die  Platten  zu  sieht,  ein  blauer  Schenkel  in  der  Richtung
gegen  die  Mitte  des  Krystalls,  ein  violetter  Schenkel  gegen  die
Basis  des  Quarzoides  zu,  ein  violetter  Schenkel  erscheint  rechts  in
Verbindung  mit  dem  obern  blauen  als  rechte  obere  Hyperbel,  ein
blauer  Schenkel  links  in  Verbindung  mit  dem  untern  violetten  als
linke  untere  Hyperbel.  Auch  Brewster  hatte  dieser  Hyperbeln
erwähnt  *),  aber  nicht  die  Orientirung  nach  der  Krystallform  gegeben. ­
  Er  verglich  sie  mit  der  Erscheinung,  welche  entsteht,  wenn

Q  Transactions  of  the  Royal  Society  of  Edinburgh.  Vol.  IX.,  1821,  p.  142.
            
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