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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

Pseudomorphosen  des  Feldspathes.

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morphosen,  ähnlich  den  Mo  hs'sehen  Schematen  für  die  wirklichen
Mineralspecies  entwerfen  kann,  als  vielmehr  dass  man  einige  nähere
Angaben  über  jede  der  einzelnen  Varietäten  machen  muss,  um  ein  Bild
derselben  zu  entwerfen.  So  viel  lässt  sich  im  Allgemeinen  sagen  ,  dass
die  Massen  derb  oder  pseudomorph,  zum  Th  eil  mit  drüsiger  Oberfläche
Vorkommen,  mit  geringen  Graden  von  Glanz  und  stets  nahe  undurchsichtig, ­
  von  röthlicben  Farben,  aus  dem  Fleischrothen  bis  in  dasBräunlichrothe,
  endlich  mit  der  Härte  des  Feldspathes=6-0  zuweilen  selbst
etwas  darüber,  und  dem  eigenthümliehen  Gewichte  von  2-5  bis2-S8.
Folgende  Varietäten  verdienen  näher  betrachtet  zu  werden:
1.  Kleine,  grösstentheils  undeutliche  Krystalle,  einzeln  und
schuppenartig,  oder  in  kugelige  Massen  zusammengehäuft,  die  eine
drüsige  Oberfläche  haben,  oder  endlich  in  der  rohen  Form  der
schiefen  rhombischen  Prismen  des  Laumonits.  Der  Durchschnitt  zeigt
etwa  die  Figur  der  Skizze,  und  ist  oft  im  Querbruche ­
  der  Prismen  sichtbar.  Im  Innern  erschei-  F'g-  *•
nen  die  Krystalle  ziemlich  rein  blassfleischroth,
  aber  die  Linie  zwischen  der  äussern  und
innern  Krystallrinde  ist  oft  deutlich  schmutziggrün,
  und  zeigt  noch  den  Platz  der  Oberfläche
der  ursprünglichen  Laumonitkrystalle,  welche
erst  nach  und  nach  durch  die  neugebildeten
kleinen  Feldspathkrystalle  ersetzt  wurden.  Der
mittlere  Baum  ist  entweder  bohl,  oder  von
einer  dunkelgrünen,  steinmarkähnlichen  Masse  erfüllt.  Diese  kugeligen
und  pseudomorphen  Krystallgruppen  sitzen  auf  Quarzkrystallen  auf,
in  den  Hohlräumen  der  bekannten  Trappgesteine  von  den  Kilpatriek  Hills
bei  Dumbarton  in  Schottland.  Das  specilische  Gewicht  fand  ich  =  2-ö46.
2.  Kristallinische  Gruppen  und  Krystallhäute  deutlich  im  Innern
der  Krystalle  einer  andern  Species  gebildet,  wie  sich  leicht  aus  den
in  Quarz  eingeschlossenen  Formen  der  Räume  erkennen  lässt.
Fig.  ä.  Zugleich  mit  diesen  beiden  Species,  dem  Quarz
und  dem  pseudomorphen  Feldspath,  ist  Kalkspath
  gebildet.  Man  kann  ihn  durch  Säuren  wegschaffen,
  und  dann  findet  man  die  ziemlich  deutlich
gebildeten  Krystalle  von  der  Form  Fig.  2,  wenn
auch  sehr  klein.  Das  specilische  Gewicht  einer
solchen  Varietät  war  23G6.
            
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