Pseudomorphosen des Feldspathes.
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morphosen, ähnlich den Mo hs'sehen Schematen für die wirklichen
Mineralspecies entwerfen kann, als vielmehr dass man einige nähere
Angaben über jede der einzelnen Varietäten machen muss, um ein Bild
derselben zu entwerfen. So viel lässt sich im Allgemeinen sagen , dass
die Massen derb oder pseudomorph, zum Th eil mit drüsiger Oberfläche
Vorkommen, mit geringen Graden von Glanz und stets nahe undurchsichtig,
von röthlicben Farben, aus dem Fleischrothen bis in dasBräunlichrothe,
endlich mit der Härte des Feldspathes=6-0 zuweilen selbst
etwas darüber, und dem eigenthümliehen Gewichte von 2-5 bis2-S8.
Folgende Varietäten verdienen näher betrachtet zu werden:
1. Kleine, grösstentheils undeutliche Krystalle, einzeln und
schuppenartig, oder in kugelige Massen zusammengehäuft, die eine
drüsige Oberfläche haben, oder endlich in der rohen Form der
schiefen rhombischen Prismen des Laumonits. Der Durchschnitt zeigt
etwa die Figur der Skizze, und ist oft im Querbruche
der Prismen sichtbar. Im Innern erschei- F'g- *•
nen die Krystalle ziemlich rein blassfleischroth,
aber die Linie zwischen der äussern und
innern Krystallrinde ist oft deutlich schmutziggrün,
und zeigt noch den Platz der Oberfläche
der ursprünglichen Laumonitkrystalle, welche
erst nach und nach durch die neugebildeten
kleinen Feldspathkrystalle ersetzt wurden. Der
mittlere Baum ist entweder bohl, oder von
einer dunkelgrünen, steinmarkähnlichen Masse erfüllt. Diese kugeligen
und pseudomorphen Krystallgruppen sitzen auf Quarzkrystallen auf,
in den Hohlräumen der bekannten Trappgesteine von den Kilpatriek Hills
bei Dumbarton in Schottland. Das specilische Gewicht fand ich = 2-ö46.
2. Kristallinische Gruppen und Krystallhäute deutlich im Innern
der Krystalle einer andern Species gebildet, wie sich leicht aus den
in Quarz eingeschlossenen Formen der Räume erkennen lässt.
Fig. ä. Zugleich mit diesen beiden Species, dem Quarz
und dem pseudomorphen Feldspath, ist Kalkspath
gebildet. Man kann ihn durch Säuren wegschaffen,
und dann findet man die ziemlich deutlich
gebildeten Krystalle von der Form Fig. 2, wenn
auch sehr klein. Das specilische Gewicht einer
solchen Varietät war 23G6.