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Unternehmung einer geologischen Karte Österreichs. 1 3
geographische Grundlage bringt mit den geologischen Daten verbunden
erst das Ganze hervor. Auch die erklärenden Gebirgsdurchsehnitte
dürfen nicht fehlen.
Es würde hier wohl nicht der Ort sein, mit vielen 'Worten erst
den praktischen Nutzen des Unternehmens zu erörtern. Er ist zu
handgreiflich und vielfältig besprochen worden und zu allgemein
angenommen, als dass es hier auch nur schicklich wäre. Auch liegt
eine einfache praktische Richtung für die Anwendung der Wissenschaft
nicht in der Stellung der kais. Akademie. Ihr ist dagegen
das Interesse der Wissenschaft selbst überwiesen, die Erweiterung
derselben, die wir insbesondere noch hier in unserer Arbeit der
Vorsehung schuldig sind, die uns diese schöne grosse Monarchie
zum Vaterlande gegeben.
Das Bedürfniss einer geologischen Kenntniss des Landes ist
jedem Bewohner angeboren. Das Eigene wird untersucht, das Fremde
bereist. Wenn aber dem Menschen überhaupt die Kenntniss des
Erdkörpers als unabweisliche Pflicht der Forschung erscheint, wie
vielmehr noch jenen einzelnen Abtheilungen der menschlichen Gesellschaft,
wie sie zusammen Ein Land bewohnen. Bei den eigentümlichen
Verhältnissen der verschiedenen Provinzen des Österreichischen
Kaiserstaates war auch die Entwickelung dieser Forschungen
provinziell. Den Ständen von Nie der-Österreich gebührt
die Ehre, zuerst, und zwar bereits vor 24 Jahren, die Notwendigkeit
einer geognostischen Landesdurchforschung erkannt zu haben,
und dass sie es waren, welche die ersten dahin zielenden Untersuchungsreisen
von einem der Berichterstatter vornehmen Hessen.
Drei Jahre später wurde demselben von Seite der k. k. Hofkammer
im Münz- und Bergwesen, der damals als Yice-Präsident der Freiherr
von P i 11 e rs d o rff Vorstand, auch eine Mission zur geognostischen
Erforschung Siebenbürgens zu Theil. Diese Reisen lieferten
zahlreiche Materialien, wovon einige der Öffentlichkeit übergeben
worden sind, andere aber wegen Unzulänglichkeit der zu diesen
Untersuchungsreisen verwendeten Zeit und der Geldmittel, die der
Ausführung zugestanden waren, zwar nicht zum Abschlüsse kamen,
aber weiterer Anwendung offen stehen, und zum Theil auch bereits
im Privatwege vielfältig benützt worden sind.
Die geognostische Übersichtskarte der Monarchie war die Folge
einer Central-Anstalt, des k. k. montanistischen Museums. Mehrere