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Baumgartner. Schenkung.
bereits in der Gesammtsitzung vom 13. Mai dieses Jahres, dass
es längst sein Wunsch gewesen sei, die an den Eisenbalmlinien
bestellenden telegraphischen Stationen zur Anstellung meteorologischer
Beobachtungen benützt zu sehen, wozu dieselben sich
wegen der steten Anwesenheit eines Beobachters und ihrer Vertheilung
über eine beträchtliche Strecke Landes besonders eignen.
Es können da die Beobachtungen, zu nicht geringem Vortheile für
die Wissenschaft, in einem Detail und mit einer Regelmässigkeit
gemacht werden, wie nicht leicht anderswo. Es erscheine ihm
als eine der Akademie würdige Aufgabe, diese Angelegenheit unter
ihre Obhut zu nehmen und das solcher Weise zu gewinnende
wissenschaftliche Material durch Veröffentlichung allgemein nutzbar
zu machen. Allein es seien zur Erreichung dieses Zweckes die
nöthigen meteorologischen Instrumente heizuschaffen, woraus der
Akademie allerdings eine namhafte Auslage erwachsen würde. Zur
Deckung dieser Auslage stelle nun der Herr Vice-Präsident seinen
Functionsgehalt der Akademie zur Verfügung, und überlasse es ihr
den etwa übrig bleibenden Rest anderweitig zu verwenden.
Die Akademie nahm dieses edle Anerbieten ihres Vice-Präsidenten
mit dem gebührenden Danke an, und richtete in der Gesammtsitzung
am 30. Mai, in welcher das eben anwesende wirkliche Mitglied,
Herr Kreil, Director der Sternwarte zu Prag, seinerseits die
Nothwendigkeit der Errichtung meteorologischer Observatorien an
verschiedenen Punkten der österreichischen Staaten zur Sprache
brachte, an denselben das Ersuchen, ein meteorologisches Beobachtungs-System
für die österreichische Monarchie entwerfen zu wollen,
wobei zugleich festgestellt wurde, das grossmüthige Geschenk des
Herrn Vice-Präsidenten nach Thunlichkeit auch zur Betheilung von
Beobachtern an anderen Orten mit Instrumenten zu benützen.
Herr Director Kreil, welcher sich eben auf einer wissenschaftlichen
Reise durch Ungern, namentlich zur Erforschung der
Elemente der magnetischen Erdkraft daselbst, befindet, benützte
sogleich einen Aufenthalt zu Ofen dazu, die Ausarbeitung des
versprochenen Entwurfes in Angriff zu nehmen, und hat bereits
den ersten und zweiten Abschnitt hievon eingesendet 1 ).
1 ) Von diesem Entwürfe wurde bereits eine zweite Aullage veranstaltet, daher
derselbe liier nicht wieder abgedruckt erscheint.