Säuren des Cocosnussöles.
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Einige Worte über die Cocinsäure.
Hatte die Arbeit F e h 1 i n g's mein Interesse für das Studium
des Cocosnussöles angeregt, so musste dies ebenso durch St. Evre’s
neuere Abhandlung über die Cocinsüure geschehen.
Ich war mit meinen Analysen der Pichurimtalgsäure und ihrer
Verbindungen, welche denen der Caprinsäure vorangingen, bereits
fertig, als mir St. Evre's Arbeit zu Händen kam.
(Siebe Annales de Cliimie et de Physique, 3'“" Serie, Mai
1847, tome XX). Die von diesem Chemiker gefundenen Resultate
stellten offenbar die meinen in Zweifel.
Ich nahm also den Rückstand an festen Säuren, welcher von
der Destillation mit Wasser in der Rlase übrig blieb, und wendete
die Eingangs (Nr. 3) erwähnte Methode der Krystallisation aus
Weingeist an, um eine Säure von constantem Schmelzpunkte
darzustellen.
Das Resvdtat war eine feste Säure, welche bei 36° C. schmolz.
Die Cocmsäure von Bromeis und St. Evre schmilzt bei 33° C.
0,2635 Gr. dieser Säuren gaben, mit Kupferoxyd und Sauerstoff
verbrannt: 0,7175 Gr. Kohlensäure und 0,2945 Gr. Wasser.
Dies macht in Procenten 74,35 C. und 12,43 H. und entspricht
der Formel C so II so welche 74,38% C und 12,4% II fordert.
Das Silbersalz dieser Säure aber lieferte nur 31,76% Silberoxyd
entsprechend der Formel6% H 31 0 3 -\- AgO, welche 31,95 %
Silberoxyd fordert, während der aus der Analyse des Säurehydrates
abgeleiteten Formel des Silbersalzes = C 30 0 3 + AgO,
33,24% Silberoxyd entsprechen.
Berücksichtigt man nun, dass ich das dargestellte Silbersalz
auf dem Filter sehr lange mit kochendheissem Wasser auswusch;
zieht man ferner in Erwägung, dass, wie ich bereits bei dem caprinsauren
Silberoxyd bemerkte, die Silbersalze auch der festen Säuren
nur schwer, und je nach dem höheren Säure-Atom immer schwerer,
keineswegs aber ganz unlöslich in Wasser sind, lässt man endlich
dem Umstande seine billige Geltung, dass ich zur Darstellung des
Silbersalzes eine schwach weingeistige Lösung des Ammoniaksalzes
der obigen Säure verwendete, nach überschüssigem Zusatze von
salpetersaurer Silberlösung aber das Ganze erhitzte, und noch heiss
hltrirte, so wird sich der Mangel an Übereinstimmung zwischen den
zwei eben angeführten analytischen Resultaten leicht erklären.