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P a r t s c h und H ai d i n g e r. Bericht über die
Schon die am 2. December vorgelegte Übersichtskarte enthält
Arbeiten beider Mitglieder der Commission, deren Bericht liier erstattet
wird. Aber die Arbeiten sämmtlicher Forscher konnten bisher nur
in einer solchen allgemeinen Übersicht gesammelt werden, die nothwendig
ihrerseits den Wunsch nach weiterer Verfolgung der begonnenen
Arbeiten erregt, und als ein erster Schritt zur Vollendung
eines grossen Ganzen gelten kann. So schön der Überblick der
Geliirgsformationen in dem ganzen Umfange der Monarchie auf der
Karte zum Auge spricht, so ist es doch eben so deutlich, dass die
Resultate, wozu die geologische Forschung in so manchen andern
Ländern gelangt ist, bereits als ein viel vorgerückterer Zustand der
Entwickelung wissenschaftlicher Kenntniss betrachtet werden muss.
Wir ersuchen die Classe, einen Blick auf die vorliegenden
schönen Leistungen von Frankreich und England zu werfen, oder
vielmehr nicht bloss Einen Blick, denn es ist unmöglich, hat man
sie erst ins Auge gefasst, sich den Genuss längerer Betrachtung zu
versagen; die Karte von Frankreich, unter Brochants Leitung
begonnen, von Ülie de Beaumont und Dufrenoy vollendet; die
ersten Blätter der, nach einem noch grossartigeren Plane unter
Leitung von Sir Henry De la Beeile unternommenengeologischen
Landes-Aufnahme von England. Die Schönheit der Blätter wird nur
durch den Werth der wissenschaftlichen Resultate übertroffen, welche
man ihnen verdankt.
Das Schönste, was geleistet worden, muss stets da als Muster
gelten, wo man Arbeiten gleicher Art unternimmt; auch dürfen
wir wohl bei der grossen Ausdehnung der Länder unserer schönen
Monarchie unser Augenmerk nur auf die Lösung gleich ausgedehnter
Arbeiten richten, wie diejenige ist, welche uns selbst vorliegt; daher
auch hier die classischen Arbeiten in Schönheit und Genauigkeit
mancher kleineren Länder, wie die von Naumann und Cotta in
Sachsen, der Vergleichung weniger angemessen erscheinen.
Die Aufgabe besteht eigentlich darin, eine mit Gebirgszeichnung
versehene Karte mit der Angabe der geologischen Gesteinsvorkommen
zu verbinden, und sie in einem solchen Massstabe auszuführen, dass
sie gleicherweise den Anforderungen der Wissenschaft und der
möglichsten Anwendbarkeit in der Beurtbeilung der Beschaffenheit
des Landes entspricht. Sie verbindet die Ergebnisse der Forschungen
in zwei Wissenschaften, der Geographie und Geologie. Eine gute