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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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P  a  r  t  s  c  h  und  H  ai  d  i  n  g  e  r.  Bericht  über  die

Schon  die  am  2.  December  vorgelegte  Übersichtskarte  enthält
Arbeiten  beider  Mitglieder  der  Commission,  deren  Bericht  liier  erstattet
wird.  Aber  die  Arbeiten  sämmtlicher  Forscher  konnten  bisher  nur
in  einer  solchen  allgemeinen  Übersicht  gesammelt  werden,  die  nothwendig
  ihrerseits  den  Wunsch  nach  weiterer  Verfolgung  der  begonnenen ­
  Arbeiten  erregt,  und  als  ein  erster  Schritt  zur  Vollendung
eines  grossen  Ganzen  gelten  kann.  So  schön  der  Überblick  der
Geliirgsformationen  in  dem  ganzen  Umfange  der  Monarchie  auf  der
Karte  zum  Auge  spricht,  so  ist  es  doch  eben  so  deutlich,  dass  die
Resultate,  wozu  die  geologische  Forschung  in  so  manchen  andern
Ländern  gelangt  ist,  bereits  als  ein  viel  vorgerückterer  Zustand  der
Entwickelung  wissenschaftlicher  Kenntniss  betrachtet  werden  muss.
Wir  ersuchen  die  Classe,  einen  Blick  auf  die  vorliegenden
schönen  Leistungen  von  Frankreich  und  England  zu  werfen,  oder
vielmehr  nicht  bloss  Einen  Blick,  denn  es  ist  unmöglich,  hat  man
sie  erst  ins  Auge  gefasst,  sich  den  Genuss  längerer  Betrachtung  zu
versagen;  die  Karte  von  Frankreich,  unter  Brochants  Leitung
begonnen,  von  Ülie  de  Beaumont  und  Dufrenoy  vollendet;  die
ersten  Blätter  der,  nach  einem  noch  grossartigeren  Plane  unter
Leitung  von  Sir  Henry  De  la  Beeile  unternommenengeologischen
Landes-Aufnahme  von  England.  Die  Schönheit  der  Blätter  wird  nur
durch  den  Werth  der  wissenschaftlichen  Resultate  übertroffen,  welche
man  ihnen  verdankt.
Das  Schönste,  was  geleistet  worden,  muss  stets  da  als  Muster
gelten,  wo  man  Arbeiten  gleicher  Art  unternimmt;  auch  dürfen
wir  wohl  bei  der  grossen  Ausdehnung  der  Länder  unserer  schönen
Monarchie  unser  Augenmerk  nur  auf  die  Lösung  gleich  ausgedehnter
Arbeiten  richten,  wie  diejenige  ist,  welche  uns  selbst  vorliegt;  daher
auch  hier  die  classischen  Arbeiten  in  Schönheit  und  Genauigkeit
mancher  kleineren  Länder,  wie  die  von  Naumann  und  Cotta  in
Sachsen,  der  Vergleichung  weniger  angemessen  erscheinen.
Die  Aufgabe  besteht  eigentlich  darin,  eine  mit  Gebirgszeichnung
versehene  Karte  mit  der  Angabe  der  geologischen  Gesteinsvorkommen
zu  verbinden,  und  sie  in  einem  solchen  Massstabe  auszuführen,  dass
sie  gleicherweise  den  Anforderungen  der  Wissenschaft  und  der
möglichsten  Anwendbarkeit  in  der  Beurtbeilung  der  Beschaffenheit
des  Landes  entspricht.  Sie  verbindet  die  Ergebnisse  der  Forschungen
in  zwei  Wissenschaften,  der  Geographie  und  Geologie.  Eine  gute
            
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