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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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Görgey.  Über  die  fetten

Atomgewichtsnahme  verbrannt  hatte,  gab  einen  Rückstand,
welcher,  mit  Salzsäure  übergossen,  nur  wenig  brauste,  sich
kaum  zur  Hälfte  löste,  und  grosstentheils  aus  Kieselsäure
bestand.
b)  Ein  anderesmal  erhielt  ich  gleichfalls  durch  Concentration
einer  bedeutenden  Quantität  Mutterlauge  ein  Barytsalz,  welches ­
  beim  Verbrennen  einen  wohl  geschmolzenen  Rückstand
gab,  der  von  Säuren  fast  gar  nicht  mehr  angegriffen  wurde.
In  beiden  erwähnten  und  anderen  Fällen  Hess  sich  die  Kieselsäure ­
  mit  Leichtigkeit  nachweisen.
Ein  solches  mit  Kieselsäure  verunreinigtes  Salz  muss  von
selber  durch  Aullösen  in  starkem  Alkohol  befreit  werden.
Man  kann  überhaupt  die  Salze  auch  allein  durch  Krystallisation
  aus  Alkohol  darstellen,  aber  die  Isolirung  derselben  gelingt
doch  nie  so  vollkommen,  wie  durch  Krystallisation  aus  Wasser,
weil  die  Löslichkeiten  dieser  Salze  in  Alkohol  einander  bedeutend
näher  stehen,  als  dies  bei  ihren  Löslichkeiten  in  Wasser  der  Fall  ist.
Den  im  Nachstehenden  angeführten  Analysen  liegen  die  Atomgewichte ­
  aus  Marchand’s  chemischen  Tafeln  zu  Grunde.
Caprinsaurer  Baryt.
Derselbe  fällt  wohl,  wie  oben  erwähnt,  und  wie  schon  Lercli
in  seiner  Arbeit  über  die  flüchtigen  Säuren  der  Kuhbutter  angibt,
aus  seiner  heissen  wässerigen  Lösung  beim  Erkalten  als  ein  feines
weisses  Pulver  heraus,  Avelches  sich  langsam  am  Boden  des  Gefässes
  absetzt.  Concentrirt  man  aber  seine  wässerige  Lösung  durch
anhaltendes  Kochen,  bis  zur  Bildung  eines  Krystallhäutchens,
und  lässt  selbe  dann  erkalten,  so  krystallisirt  der  caprinsaure  Baryt
in  höchst  zarten  Dendriten  (nicht  Flocken),  welche  sich  theils  auf
dem  Boden  absetzen,  theils  an  den  Wänden  des  Gefässes  und  der
Oberfläche  der  Mutterlauge  hängen  bleiben.
Abfiltrirt  und  getrocknet  bildet  er,  je  nach  der  Form,  welche
er  durch  die  Krystallisation  angenommen  hat,  entweder  ein  zartes,
leichtes,  sehneeweisses  Pulver,  oder  eine  seidenglänzende,  lockere,
schwer  zerreibliche  Masse  von  talkartigem  Aiifühlen.  Er  ist  geruchund
  geschmacklos,  upd  theilt  mit  den  Barytsalzen  aller  fetten  Säuren
die  Eigenschaft,  im  trockenen  Zustande  nicht  benetzt  zu  werden,
wohl  aber  von  Alkohol  und  Äther.  Seine  heisse,  concentrirte,  weingeistige ­
  Lösung  erstarrt  beim  Erkalten  zu  einem  dichten  Häuf-
            
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