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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

Säuren  des  Cocosnussiiles.

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analysirte  die  beiden  Niederschläge  auf  ihren  Barytgehalt.  Enthielten
sie  beide  gleichviel  Baryt,  und  zwar  entsprechend  irgend  einer
rationellen  Formel,  so  vereinigte  ich  die  Krystallisationen  sämmtlicher
  Lösungen  und  vertheilte  die  filtrirte  Flüssigkeit  wieder  in  die
zuvor  gereinigten  Bechergläser,  in  welchen  ich  die  Mutterlauge
kochend  concentrirte,  bis  sieh  an  der  Oberfläche  Salzhäutchen
bildeten.  Dann  liess  ich  erkalten,  und  untersuchte  wieder  die  nunmehr ­
  zweite  Krystallisation  ein  und  derselben  Auskochung  auf
ihren  Barytgehalt.  Gewöhnlich  enthielt  die  Mutterlauge  des  pichurimtalgsauren
  Baryts  caprinsauren  Baryt,  die  Mutterlauge  von  diesem
aber  noch  etwas  caprylsauren  Baryt  aufgelöst.
Gaben  die  Krystallisationen  in  der  Analyse  Procente  von  Baryt,
welche  Gemengen  von  zwei  Salzen  entsprachen,  so  musste  ich
nochmals  umkrystallisiren,  bis  zur  Erreichung  der  gewünschten
Resultate,  und  endlich  noch  ein  drittes  und  viertes  Mal  zur  Constatirung
  derselben.
Hatte  ein  Barytsalz  nach  zweimaligem  Umkrystallisiren  aus
Wasser  übereinstimmende  Resultate  gegeben,  so  löste  ich  es  in
Weingeist  auf,  und  untersuchte  den  Barytgehalt  der  Krystallisation ­
  aus  diesem  Lösungsmittel.  Erst,  wenn  die  Resultate  der
Krystallisationen  aus  Weingeist  und  Wasser  übereinstimmend
waren,  nahm  ich  das  Barytsalz  als  die  Verbindung  einer  einzigen
fetten  Säure  an.  Bevor  ich  nun  zur  speciellen  Beschreibung  meiner
Versuche  übergehe,  muss  ich  noch  eines  Umstandes  erwähnen,
der  bisher  wohl  noch  Wenigen  so  oft  aufgefallen  sein  dürfte,
wie  mir,  während  meiner  gegenwärtigen  Arbeit,  obwohl  auch
schon  Chevreuil  in  seinen  bekannten  „Recherches  sur  les
corps  gras’'  die  ganz  gleiche  Beobachtung,  wenngleich  in  minderem ­
  Massstabe  machte.  Dieser  Umstand  ist,  dass  die  besten
Gläser  vom  Wasser,  besonders,  wenn  dieses  längere  Zeit  darin
kochend  erhalten  wird,  weit  bedeutender  angegriffen  werden,  als
dies  bei  manchen  quantitativen  Arbeiten  (besonders  der  Mineralwasser), ­
  ja  sogar  in  Lehrbüchern,  welche  die  Anleitung  zu  derlei
Analysen  geben,  berücksichtigt  zu  werden  scheint.
Man  uriheilte  über  die  Richtigkeit  meiner  Angaben,  aus  folgenden ­
  Versuchen:
a)  Ein  Barytsalz,  welches  ich  durch  Concentration  einer  grossen ­
  Quantität  piehurimtalgsauren  Baryts,  erhielt,  und  Behufs  der
            
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