Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

204

H  a  i  d  i  n  g  e  r.

bei  einem  Winkel  von  etwa  90°.  Der  Faserkalk  von  der  Porta
Westphalica  wurde  von  Bouterwek  trefflich  beschrieben.  Schon
damals  im  Jahre  1808  deutet  er  auf  einen  möglichen  Übergang  von
Aragon  in  Kalkspath  hin,  der  sich  späterhin  durch  Gustav  Rose’s
Arbeiten  so  glänzend  als  in  der  Natur  begründet  herausstellte,  aber
in  dem  natürlichen  Vorkommen  eine'pseudomorphe  oder  metamorphiselie
  Bildung  beurkundet.  Der  Sericolitli  Hausmanns,  oder
Satinspar  (Atlasspath)  von  Derbyshire  gehört  gleichfalls  hieher.
Es  ist  reiner  Aragon,  mit  etwas  Mahganoxydulgehalt,  ohne  Kalkspath, ­
  während  in  vielen  anderen  Faserkalken  Aragon  und  Kalkspath ­
  beide  faserig  mit  einander  vermengt  sind.  Alle  aber  müssen
als  wirklich  gangartige  Bildungen  späterer  Entstehung,  zwischen
Sedimentärschichten  angesehen  werden.
Mit  dem  Dutenkalk  hat  endlich  ein  Thonschiefer  viele  Ähnlichkeit, ­
  den  Nöggerath  bei  Saarburg  entdeckte,  und  ihm  den
Namen  Dutenthonschiefer  beigelegt  bat.  Die  Structur  ist  so
gänzlich  dieselbe,  dass  wohl  auch  die  Bildung  auf  eine  ähnliche
Weise  Statt  gefunden  haben  muss.

Professor  Schrötter  zeigt  Tiegel,  Retorten  und  Röhren  von
Porzellan  zum  chemischen  Gebrauche  vor,  welche  auf  seine  Anregung ­
  nunmehr  in  der  rühmlich  bekannten  Ha  rdtmutb’sghen  Fabrik
zu  Wien  in  vorzüglicher  Güte  hergestellt  werden,  und  insbesondere
in  Bezug  auf  Dünne  und  Festigkeit  nichts  zu  wünschen  übrig  lassen,
wodurch  einem  von  arbeitenden  Chemikern  in  Wien  längst  gefühlten
Bedürfnisse  vollständig  abgeholfen  ist.
Ferner  zeigt  Professor  Schrötter  krystallisirte  Massen  von
Blei,  Zinn  und  Zink  vor,  welche  vom  Herrn  Artillerie-Lieutenant
Uchazius  dargestellt  worden,  und  sofern  diese  Metalle  sich  nur
mit  Schwierigkeit  in  den  krystallinischen  Zustand  bringen  lassen,
einer  Beachtung  nicht  unwerth  sind.

Hierauf  richtete  Herr  Bergrath  Hai  ding  er  an  die  Classe
folgenden  Vortrag:
„Die  hochverehrten  Mitglieder  der  mathematisch-naturwissenschaftlichen ­
  Classe  werden  es  erklärlich  finden,  wenn  der  erste

■

d
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.