Doppler. Versuch einer Erklärung etc.
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Zu den riitkselhaftesten Erscheinungen im gesummten Bereiche
der anorganischen Natur darf man wohl ohne Zweifel das galvanoelektrische
und magnetische Polaritäts-Phänomen zählen. Wie es
aber auffallenden Erscheinungen, deren Endursachen für uns noch
in ein gelieimnissvolles Dunkel gehüllt sind, von jeher erging, so
wurde auch der Begriff, oder richtiger gesagt, der Name der Polarität
sehr bald vielfach ausgebeutet, und als ein willkommenes
Mittel betrachtet, die Mangelhaftigkeit und Unzulänglichkeit mancher
anderen vorgeblichen Erklärung, meistentheils zwar ganz
unabsichtlich damit zu verhüllen. Und so ist es denn gekommen,
dass wir nicht etwa bloss in Werken, welche von Elektricität und Magnetismus
handeln, sondern auch in solchen, die der Chemie, der
Optik, der Wärmelehre, der Physiologie, der Naturphilosophie und
noch fremdartigeren Gebieten des menschlichen Forschens angehören,
den Ausdrücken: Polarität, polares Verhalten, polare Gegensätze
u. a. m. allerwärts begegnen. Ein Begriff aber, der, ohne sonderlichenNutzen
zu stiften, sich den verschiedenartigsten Anforderungen
so fügsam erweist, kann, so dünkt es mich, unmöglich zu den sehr klar
und scharf aufgefassten gehören. Ein Versuch demnach, dem wahren
Polaritätsbegriff in seiner ursprünglichen Bedeutung eine mehr sachliche
Unterlage zu gehen, oder mit anderen Worten sämmtliche Fundamental-Erscheinungen
der Berührungs-Elektricität nach rein mechanischen
oder richtiger nach rein aerostatischen und aerodynamischen
Principien zu erklären, — dürfte wohl ohne Zweifel als zeitgemäss
und wünschenswerth anerkannt werden. Um mit wenigen Worten das
Wesentlichste dieses Erklärungsversuches hier vor Augen zu legen,
möge vorerst hervorgehoben werden, dass die dem in Rede stehenden
Erklärungsversuche zu Grunde liegenden Prämissen folgende sind:
1. Alle Körper, von welcher Form und Grösse sie auch immer
sein mögen, sind von Atmosphären des elektrischen Fluidums
umgehen. Diese Atmosphären, die ihnen eigentlnimlieh und schon
in ihrem natürlichen oder neutralen Zustande zukommen, sind ferner
nicht, wie gewöhnlich angenommen wird, unbegrenzte und bis ins
Unendliche reichende, sondern sie haben eine bestimmte Höhe.
2. Diese Atmosphären sind jedoch nicht hei allen Körpern
von gleicher Höhe: vielmehr richtet sich diese Höhe nach der
materiellen Beschaffenheit derselben, und ist z. B. beim Kupfer eine
andere als heim Zinke u. s. w,