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St a mp f er und B u r g. Gutachten über Mot h’s
zwischen welchen jede einzelne von ihnen? Welches sind nämlich die
einzelnen Intervalle, die so beschaffen sind, dass jedes von ihnen nur
eine einzige Wurzel enthält? Da man übrigens die Mittel kennt, die
Auflösung einer Gleichung, wenn solche vielfache Wurzeln besitzt,
von der Auflösung einer andern abhängig zu machen, deren sämmtliche
Wurzeln nur einfache sind, so sieht man sich mittelst der erwähnten
Lehrsätze in den Stand gesetzt, die reellen Wurzeln einer Gleichung
dergestalt von einander zu trennen, dass für jede aus ihnen zwei
Grenzwerthe angegeben werden können, zwischen denen nicht mehr
Wurzeln liegen, als eben nur diese eine. Bezüglich der reellen
Wurzeln einer Gleichung ist daher der erste Theil der Aufgabe von
der Auflösung der Gleichungen mit numerischen Coefficienten als
vollständig gelöst zu betrachten.
Kennt man nun zwei Grenzen, zwischen welchen eine reelle
Wurzel einer bestimmten Gleichung liegt, und ist man versichert,
dass in diesem Intervalle keine andere Wurzel dieser Gleichung
mehr liegt; alsdann ist es noch erforderlich, Wertlie zu bestimmen,
denen sich die Wurzel immer mehr und mehr nähert, um zur Kenntniss
aller Ziffern zu kommen, durch welche dieselbe ausgedrückt
wird, wenn die Anzahl dieser Ziffern begrenzt ist, oder doch so viele
genaue Ziffern, als man will zu finden, das heisst, es ist erforderlich,
den Werth der Wurzel annäherungsweise zu berechnen. Dieser
Zweck kann durch verschiedene, mehr oder weniger weitläufige
Rechnungen erfordernde Verfahrungsarten erreicht werden. Ein
erstes Mittel bietet die bereits erwähnte Newton’sche oder lineare
Annäherungs-Methode dar. In seinem berühmten Werke über die
Auflösung der numerischen Gleichungen hat Lagrange bereits
angezeigt, dass diese Methode in der Form, wie sie von Newton
gegeben worden ist, unvollständig sei, indem sie kein Merkmal
darbietet, woran sich die Richtigkeit der Annäherung jedesmal mit
Gewissheit erkennen lasse, und hat hinzugefügt, dass es sehr schwer,
vielleicht seihst unmöglich sei, a priori ein Merkmal zu linden, wornach
sich beurtheilen liesse, ob die Bedingung der Convergenz der
Operation erfüllt sei oder nicht. Diese wichtige Frage ist jetzt durch
Fourier's Bemühungen vollständig gelöst, so dass die lineare
Approximation immer anwendbar ist, und eine vollständige Kenntniss
des gesuchten Werthes einer reellen Wurzel erreichen hilft. Diesem
Geometer verdanken wir aber nicht bloss diese wichtige Vervoll-