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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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Stampfer  und  Burg.  Gutachten  über  M  o  t  h's

aus  dem  Ei  ausgeschloffene  Thierehen;  Fig.  7  a,  dessen  Kopf;
Fig.  7  b,  das  Fühlhorn.

SITZUNG  VOM  8.  JUNI  1848.
Die  wirkl.  Mitglieder,  Herren  Stampfer  und  Burg,  erstatten
ein  günstiges  Gutachten  über  eine  von  Herrn  Franz  Mot  h,  Professor
der  Mathematik  an  dem  Lyceum  zu  Linz  eingesandte  Abhandlung
„B  e  g  r  ü  n  d  u  n  g  e  i  n  e  s  e  i  g  e  n  t  h  ü  m  1  i  c  h  e  n  Rechnungs-Mechanismus ­
  zur  Bestimmung  der  ree  11  en  Wurze  1  n  der  G1  eicliungen
  mit  numerischen  Coefficienten"  und  empfehlet!
dieselbe  zur  Aufnahme  in  die  Denkschriften  der  Classe,  welcher
Antrag  genehmigt  wird.
Der  Herr  Verfasser  spricht  sich  in  der  Einleitung  zu  seiner
Arbeit  folgendermassen  aus:
Die  Auflösung  einer  grossen  Anzahl  Probleme  der  reinen
Mathematik  und  der  mathematischen  Physik  ist  in  letzter  Instanz
von  der  Bestimmung  der  Wertlie  der  Wurzeln  einer  Gleichung
abhängig.  Ist  diese  Gleichung  vom  ersten  Grade,  so  bedarf  man,  um
zur  Kenntniss  ihrer  Wurzeln  zu  gelangen,  nur  der  rationalen  Operationen. ­
  Dieselben  reichen  aber  im  Allgemeinen  nicht  mehr  hin,
sobald  die  Gleichung  den  ersten  Grad  übersteigt.  In  diesem  Falle
muss  zu  den  Operationen  des  Addirens,  Subtrahirens,  Multiplicirens
und  Dividirens  die  Operation  der  Radication  (Wurzelausziehung)
hinzutreten.  Indessen  sind  es  unter  den  Gleichungen  höherer  Grade
nur  die  des  zweiten,  dritten  und  vierten  Grades,  deren  Wurzeln
sich  mittelst  der  gedachten  fünf  Operationen  aus  den  Coefficienten
der  Gleichung  herleiten  lassen;  während  die  Wurzeln  der  Gleichungen ­
  höherer  Grade,  sobald  sie  den  vierten  übersteigen,  im
Allgemeinen  nicht  auf  die  Art,  wie  bei  den  Gleichungen  der  genannten
Grade,  durch  eine  geschlossene  Formel,  in  der  die  Coefficienten
der  Gleichung  durch  die  rationalen  und  irrationalen  Operationen
unter  sich  verknüpft  wären,  darstellbar  sind,  wie  dies  schon  Ruffini
und  Abel  zu  zeigen  suchten.  Aber  selbst  unter  der  Voraussetzung
der  Möglichkeit  einer  allgemeinen  Auflösung  der  Gleichungen  eines
jeden  Grades  in  dem  Sinne,  in  welchem  man  dergleichen  Auflösungen
            
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