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Kollar.
Schon am zweiten Tage sah ich an mehreren meiner Gäste
eine Veränderung eintreten; sie hatten sich gehäutet, das Grübchen,
ihren bisherigen Aufenthalt verlassen, und sind frei auf dem
Blatte herumgekrochen. Die kreisrunde Form des Körpers war in
eine länglich-eiförmige übergegangen, Fig. 4, die sternförmigen
Wärzchen blieben an der, in dem Grübchen abgelegten, einem
weissen Flecke ähnlichen Haut, Fig. 5, und die Seitenränder des
metamorphosirten Thieres waren mit einfachen weichen Spitzen
besetzt. Die Fühlhörner erschienen deutlich zweigliederig, und hei
genauer Untersuchung zeigte das kürzere und dickere Basalglied
noch einen weniger deutlichen Einschnitt, so dass man das Fühlhorn
eigentlich als dreigliederig betrachten muss. Die Fiisse erschienen
länger, als in dem früheren Zustande und deutlich aus drei
Theilen zusammengesetzt.
Ohne eine weitere Veränderung zu erleiden, fing jedes Individuum,
ohne vorhergegangene Begattung an, Eier zu legen, und
zwar bis fünfzig Stück in einem Häufchen auf die Eichenblätter.
Dabei wurde es immer kürzer, da die hinteren Leibes-Segmente
einschrumpften und sich in die vorderen zurückzogen. Fig. 6. Auch
die Farbe des Körpers erlitt eine Veränderung, ging nämlich aus
einem blassen Grün ins schmutzige Olivengrün über, und wurde
endlich fast schwarz; die stachelartigen Fortsätze an den Rändern
trockneten ein. In diesem Zustande sah ich es nicht mehr an den
Blättern saugen; es schrumpfte völlig zusammen und fiel von den
Blättern herab.
Die Eier, Fig. 6 a, waren von gewöhnlicher Eierform, blassgrün
und glänzend. Nach acht Tagen entwickelten sich schon die
Jungen daraus, die ungefähr Vs Linie lang, und bis auf den Mangel
der weichen stachelförmigen Fortsätze an den Rändern des Körpers
mit ihren Müttern an Gestalt und Farbe ziemlich übereinstimmten.
Fig. 7. Sie bewegten sich lebhaft auf den frischen Eichenblättern,
welche ich ihnen vorgelegt hatte, sogen aber nicht daran und
gingen bald zu Grunde, so dass ich nicht ausmitteln konnte, ob sie
vielleicht nach überstandener Häutung die kreisrunde, mit sternförmigen
Wärzchen an den Rändern besetzte Form, in welcher ich
das Thier zuerst beobachtet hatte, erhalten würden.
Ich ging daher in den ersten Tagen des Juni wieder nach
Schönbrunn, um zu sehen, was mittlerweile im Freien an den