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Kollar. Über Coccus Aesculi Koll.
wurden im k. k. montanistischen Museum aufgefunden, als man eine
grosse Stufe Yon röthlichem Salz mit eingewachsenen Anhydritkrystallen
in Wasser legte, um die letzteren aus der umgehenden Masse
heraus zu bringen. Der Vorgang des Absatzes beruht auf der Verschiedenheit
des Gehaltes an festen Stoffen von verschiedenen
Strömen der Gebirgsfeuchtigkeit. Eisen- und Kupfersalze in der
einen, etwa Chlorverbindungen derselben, in ganz kleiner Menge
enthalten, werden allmählich zerlegt durch andere, die etwa Schwefelnatrium
oder andere ähnliche Verbindungen mit sich führen,
gelöst vielleicht in Strömen, die zugleich Schwefelwasserstoff enthalten,
wie dies so häufig in den Salzrevieren sich findet. Chlorverbindungen
aber von Eisen und Kupfer, und Schwefelnatrium in
den erforderlichen Mengenverhältnissen zusammengeführt, zerlegen
sich einfach zu Kupferkies und Steinsalz.
Gewiss hat hier das Steinsalz den Raum für den in einem
späteren Abschnitte der Metamorphose gebildeten Kupferkies so zu
sagen offen gehalten. Aber es ist seihst noch nicht in dem Fortgange
derselben hinweggeführt worden. Hat man erst eine so lange
Reihe von Veränderungen vor sich, so ist die Frage nicht mehr
abzuwehren: Was würde wohl ein späterer Zustand der Rildung
sein? In dem nicht sehr weit entfernten Leogang in Salzburg kam
mit dem Kupferkies, Cölestin vor, in Thonschiefer, mit Kalkspath,
Quarz u. s. w., eine Zusammensetzung, wie man sie als Fortschritt
der Rildung erwarten könnte, aber in einer älteren Reihe der
Geb irgsform atio n en.
Herr Custos Kollar zeigte Zweige der Rosskastanie (Aesculus
Hippocastanmn L.) vor, welche mit einer bisher unbeschriebenen
Art von Schildläusen (Coccus Aesculi Koll) mit deren Untersuchung
er noch beschäftiget ist, dicht besetzt waren. Er theilte das
Wesentlichste über die Naturgeschichte dieser Thiere mit und
machte auf ihre Eedeutung im Haushalte der Natur, so wie auf
andere Thiere aufmerksam, welche der übermässigen Vermehrung
dieser, den Pflanzen schädlichen Schmarotzer, Schranken setzen.
Nähere Details werden später folgen.