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H a i (li n g e r.
Es lässt sich nun aus den Beobachtungen eine Reihe von aufeinander
folgenden Zuständen ableiten, die in Bezug auf Art
der Ablagerung, Temperatur und Druck gewiss viele Beachtung
verdienen.
1. Thoniger Schlamm, in einer sehr concentrirten Salzlösung.
Würfel von rothem Salze bilden sich innerhalb des Schlammes.
Das Salz ist roth, eisenhaltig. Bei der gewöhnlichen Temperatur
und Pressung krystallisirt weisses Salz. Man kann daher
wohl voraussetzen, dass während der Bildung der Krystalle eine
etwas höhere Temperatur stattfand, und zwar zwischen der gewöhnlichen
und der Siedhitze, folgend auf eine noch höhere, welcher
die Masse früher ausgesetzt war.
2. Bei fortdauernder Ruhe vermehrter Druck. Mit dem zu
Thonmergel erhärtenden Tlione werden auch die eingewachsenen
Salzwürfel zusammengedrückt. Der Thonmergel nimmt einen Beginn
von Schieferung an; aber während die Masse zusammengedrückt
wird, geschieht dies nicht ganz gleichförmig. Die Bewegung der
Gebirgsfeuchtigkeit auf den Structurflächen bringt einen Absatz von
gleichfalls rothem Salze in den der Schieferung folgenden linsen- fc
förmigen Partien hervor.
Im Fortgange wird ein Theil des Salzes aufgelöst, und in der
Gebirgsfeuchtigkeit weggeführt; dagegen krystallisirt Cölestin in
ganz kleinen Individuen im Innern der Salzkrystallräume, und
Anhydrit ebenfalls an der Stelle des Salzes, vorzüglich in den
Räumen der linsenförmigen Partien. Gegen das Ende der Periode
fällt der Absatz des Kupferkieses, und zwar an der Stelle, die
augenscheinlich früher von Salz erfüllt war, sowohl in kleinen
Krystallen im Innern der Salzwürfel, als auch in den linsenförmigen
Räumen, theils gerade in dem mittleren Theile derselben,
theils in von dem Salze abgesonderten Linsen und unregelmässigen
platten Lagen. Der hochkrystallinische Zustand des Kupferkieses
sowohl, als des Anhydrits und Cölestins beweisen eine fortgesetzte
Periode ruhigen Fortschrittes.
3. Die früher zusammenhängenden Massen des verhärtenden
Tliones werden zerbrochen und durch die weicheren Theile, voll
kleinerer Bruchstücke, die meisten an den Kanten abgerundet, wieder
breecienartig zusammen verkittet. Es bildet sich das Haselgebirg.
Salz setzt sich in grösseren und kleineren Massen ab, aber nicht mehr