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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

H  a  i  d  i  n  g  e  r.  Kupferkiese  von  Hall.

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aber  von  den  Seiten  her  zusammengepresst,  so  dass  im  Querbruche
nur  ein  kleines  Rechteck  erscheint,  das  von  vier  Strahlen  umgeben
ist,  die  sich  an  die  Ecken  anschliessen  und  die  frühere  Ausdehnung  des
Krystalles  bezeichnen.  Die  Würfel  sind  auch  noch  in  einer  Richtung
etwas  zusammengedrückt,  die  senkrecht  auf  einer  ziemlich  deutlich
wahrnehmbaren  beginnenden  Schieferung  steht,  sie  mögen  was  immer
für  eine  Lage  in  Bezug  auf  ihre  Krystallaxen  haben;  einige  sind
daher  zwischen  den  Flächen,  andere  zwischen  den  Kanten  zusammengedrückt. ­
  Ausserdem  findet  sich  noch  rothgefärbtes  Salz  mit
körniger  Structur  in  linsenförmigen  Partien,  in  der  Richtung
jener  Schieferung,  nicht  als  eigentliche  zusammenhängende  Lagen,
doch  sind  sie  bei  einer  Dicke  einer  Linie  oft  mehr  als  einen  Zoll
lang.  An  das  Vorkommen  des  rothen  Salzes  schliesst  nun  das  der
andern  Speeies  an.  Schon  wenn  man  aus  den  würfligen,  von  Salz
erfüllten  Räumen  dieses  Salz  durch  Auflösung  entfernt,  so  erscheint
der  innere  Raum  ganz  überdeckt  mit  einer  Rinde  von  kleinen
weissen  Krystallen,  an  welchen  zum  Theile  die  aus  zwei  senkrecht
aufeinander  stehenden  Prismen  bestehende  Combinationsform  des
Cölestins  deutlich  erscheint,  doch  war  sie  für  eine  ganz  genaue  Bestimmung ­
  gar  zu  klein.  Auch  die  chemischen  Reactionen,  durch
Herrn  v.  Morlot  geprüft,  zeigten  übrigens  das  Vorhandensein
des  schwefelsauren  Strontians.  Hin  und  wieder  erscheint  auch  Anhydrit, ­
  besonders  an  einigen  Stellen  in  jenen  linsenförmigen  Partien,
und  zwar  in  verhältnissmässig  grösseren,  vollkommen  theilbaren
Individuen.  Ferner,  und  dies  ist  das  Auffallendste,  erscheint  Kupferkies ­
  theils  für  sich  kleine,  linsenförmige  Partien,  ähnlich  denen
des  rothen  Salzes  und  in  derselben  der  Schieferung  entsprechenden
Lage  bildend,  theils  innerhalb  der  grösseren  linsenförmigen  Partien
des  rothen  Salzes,  und  gewissermassen  als  Stellvertreter  eines
Theiles  derselben.  Der  Kupferkies  ist  überall  vollkommen  krystallinisch,
  glänzend  mit  musehligem  Bruche,  selbst  die  Zwillingskrystallisation
  kann  man  an  der  in  geraden  Linien  scharf  abgeschnittenen
Lage  der  deutlichen  Theilungsflächen  erkennen.  In  einigen  der
rothen  Steinsalzkrystalle  sind  kleine  Krystalle  von  Kupferkies  eingewachsen. ­
  Endlich  kommt  auch  noch  an  den  Stücken  weisses,  faseriges
Steinsalz  in  dünnen,  gangartigen  Platten  in  dem  dunkelgrauen  Thonmergel ­
  vor,  und  in  grösseren  weissen  Partien  in  den  weicheren
Massen  des  Haselgebirges,
            
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