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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

184  Russeg'ger.  Über  organische  Reste  in  Wieliczka.
Die  Schachtsolile  von  „Danielowice”  liegt  753,44  Wiener  Fass
über  dem  Niveau  der  Ostsee.
Der  tiefste  Punkt  „Haus  Österreich”  liegt  840  Fuss  unter  der
Schachtsolile  von  Danielowice,  und  87,5  Fuss  unter  dem  Niveau  der
Ostsee.
Die  Schachtsohle  von  Bozawola  liegt  781,49  Wiener  Fuss  über
dem  Niveau  der  Ostsee.
Nebst  dieser  Übersicht  wird  nun  bereits  zum  Aufsammeln  der
orientirten  Musterstücke  vorbereitet,  welche  an  unser  verehrtes  Mitglied, ­
  Herrn  Dr.  Reuss  nach  Bilin  gesandt  werden  sollen.
Noch  in  einem  heute  erhaltenen  Briefe  an  Herrn  Haidinger
erwähnt  Dr.  Reuss,  dass  er  seine  bisherigen  Vorräthe  an  Wieliczkaer
  Foraminiferen  vollständig  untersucht,  und  darin  180  Species
gefunden  habe;  darunter  fast  80  neue,  dabei  wunderbar  überraschende
Formen,  selbst  neue  Gattungen  (Allomorphina,  Fissurina)  neben
Cassidulinen,  Articulinen,  Spirolinen,  Orthocerinen  und  wundervollen ­
  Biloculinen  und  Triloculinen.
Bereits  wurde  auch  eine  Sammlung  von  Polyparien  von  der
Gosau  durch  das  k.  k.  montanistische  Museum  an  Herrn  Dr.  Reuss
zur  Untersuchung  übermittelt,  welche  der  reichen  Sammlung  des
Herrn  Friedrich  Simony  in  Hallstatt  angehören,  und  denen  er  nun
seine  Forschungen  zugewendet  hat.

Ferner  zeigt  Herr  Bergrath  Ha  i  dinger  eine  Anzahl  von  Stücken
eines  neuen  Vorkommens  von  Kupferkies  aus  dem  Salzberge  von
Hall  in  Tirol  vor.
Sie  waren  eben  erst  von  Herrn  Schichtmeister  M.  V.  Lipoid
an  Herrn  v.  Hauer  für  das  k.  k.  montanistische  Museum  eingesandt
worden,  mit  dem  Bemerken,  dass  dieses  Vorkommen  in  den  Klüften
im  Thon  zugleich  mit  Steinsalz  und  „gleichsam  das  eine  das  andere
ersetzend"  ein  grosses  geologisches  Interesse  darbiete,  und  dort
noch  niemals  wahrgenommen  worden  sei.
Die  Erscheinung  hat  auch  in  der  That  viel  Auffallendes.  Die
Grundmasse  ist  der  schon  ziemlich  feste,  dunkelgraue  Salzthon  des
Haselgebirges,  festere  Bruchstücke  in  einer  weichen  Masse  eingeschlossen. ­
  In  derselben  ist  rothes  Steinsalz  eingewachsen,  und  zwar
in  den  schon  öfters  beschriebenen  Gestalten,  ursprünglich  Würfel,
            
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