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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

Reise-Instruction.

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Amerika  stellen.  Es  ist  ein  Theil  des  Vaterlandes,  aus  dem  diese
Kenntnisse  gewonnen  sind.  Wenn  überhaupt  den  Bewohnern  eines
Landes  von  der  Vorsehung  das  Land  selbst  vollständig  zu  eigen
gegeben  ist,  so  wird  ihnen  aber  mit  dem  Besitze  auch  die  Verpflichtung ­
  übertragen,  es  zu  kennen,  zu  benützen,  mit  einem  Worte
zu  bearbeiten.  Die  Untersuchung  der  Schichten,  die  Aufsammlung ­
  der  Petrefacten,  die  wissenschaftliche  Bearbeitung  dieses
Theiles  von  Böhmen  überhaupt,  würde  in  einer  späteren  Zeit  jener
Unternehmung  zugefallen  sein,  welche  mit  den  durch  die  Akademie ­
  vorbereiteten  Arbeiten  unmittelbar  in  Verbindung  zu  bringen ­
  wären.  Hier  finden  wir  nun  die  wissenschaftliche  Arbeit  in
einer  Weise  vollendet,  dass  das  sibirische  Gebiet  des  südwestlichen ­
  Centraltheiles  von  Böhmen  als  vollständig  durchforscht  angesehen ­
  werden  kann.
Ein  wissenschaftlich  gebildeter  Franzose,  der  Geburt  nach
ein  Ausländer,  der  Arbeit  nach  ein  Inländer,  bis  dabin  in  unabhängiger ­
  Stellung  einer  sorgenfreien  Zukunft  entgegensehend,  hat
diesen  Erfolg  herbeigeführt.  Aber  die  Verhältnisse  verhindern  ihn,
wie  er  es  gewünscht  und  vorbereitet,  auch  die  Herausgabe  des
Werkes  zu  Stande  zu  bringen.  Er  ruft  die  Akademie  zur  Beihilfe
an.  Die  Akademie  ist  der  Sorge  überhoben,  die  wissenschaftliche
Arbeit  einzuleiten  und  durch  längere  Jahre  mit  bedeutenden  Kosten
durchzuführen,  aber  sie  kann  noch  ihre  Kraft  in  der  Aufgabe  verwenden, ­
  den  Erfolg,  der  bis  jetzt  nur  dem  Forscher  als  Gewinn
seiner  Arbeit  vorliegt,  festzuhalten  und  allen  künftigen  Geologen
zugänglich  zu  machen.  Aus  diesem  Gesichtspunkte  betrachtet,
scheint  also  die  von  Herrn  Barrande  angesprochene  Hilfe  der
Akademie  so  sehr  begründet,  dass  diese  alle  Ursache  hat,  einen
für  die  Unternehmung  günstigen  Entschluss  zu  fassen,  dessen  Ausdehnung ­
  ganz  allein  durch  die  Mittel  bedingt  wird,  welche  ihr  zu
diesem  Zwecke  zu  Gebote  stehen.
Es  darf  hier  wohl  besonders  erwähnt  werden,  dass  die  Herausgabe ­
  des  Werkes  von  Herrn  Barrande  keine  solche  ist,  welche
die  Verbreitung  von  unmittelbar  auf  die  Bedürfnisse  des  Lebens
anwendbaren  Resultaten  wissenschaftlicher  Forschung  zum  Zwecke
haben.  Wenn  auch  eine  solche  Verbreitung  eine  wichtige  Aufgabe
für  den  Einzelnen  wie  für  die  Gesellschaft  ist,  so  setzt  sie  viele
schon  gewonnene  Wahrheiten  voraus,  aus  denen  erst  geschöpft
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