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Haidin gcr’s geognostisclie
weiter östlich die Ebene Galiziens; in den vielen Einschnitten der
Thäler eröffnet. Alle einzelnen Gebirgsformationen schliessen sich
genau an die in Norddeutschland, Frankreich, England durchforschten
, so wie an die Formationen Russlands an. — Die wichtigsten
paläontologischen Arbeiten sind in Böhmen im Gange, die der Herren
J. Barrande und A. Cor da. Auch die grosse mährische Thonschieferformation
verspricht reiche Ausbeute, werth der besonderen
Aufmerksamkeit der Akademie, so wie die ostgalizischen, devonischen
und sibirischen Schichten, die Herr Professor R. Kn er zu
untersuchen, begann.
Die Grenzen dieses Gebirgssystemes bilden ungefähr die nördlichen
Ränder der Tertiärschichten des Wiener Beckens, an der
östlichen Seite fortgesetzt durch die südlichen Ränder der Alluvionen
der grossen norddeutschen und polnischen Ebene.
Die Alpen- und Karpathen-Kette zusammen bilden mit ihren
Veränderungen das zweite oder südliche grosse Gebirgssystem.
Die Central-Axe der Alpen besteht aus krystallinischen Schiefern
und wenigen Graniten. Sie gabelt sich an der Grenze von Salzburg,
Steiermark und Kärnten, fällt weiter östlich mehr an Höhe ab,
ist sogar durch Tertiärschichten gänzlich bedeckt, und erhebt sich
dann in den Karpathen und gegen Siebenbürgen sowohl als in der
südlichen Fortsetzung in Slawonien nur in einzelnen Inseln. Das siebenbürgische
Hochland ist von krystallinischen Schiefern umschlossen.
— Die krystallinischen Schiefer sind beiderseits, aber unterbrochen
und ungleich breit, begleitet von wenig krystallinischen
Thonschiefern; die obern silurischen Schichten neuerdings in Dienten
durch Fossilien nachgewiesen. Die grauwackenähnliehen Gesteine
von der Stangalpe, von Bleiberg gehören der Kohlenperiode. Hin
und wieder rother Sandstein. Zu beiden Seiten folgt nun der mächtige
südliche und nördliche Gürtel der Kalkalpen, mehr noch im
Süden als im Norden, mehr in den Alpen als in den Karpathen
entwickelt. Noch weiter von der Axe entfernt folgen nun die Sandsteine
mit Fucoiden, schmal an der westlichen Grenze in Vorarlberg,
immer breiter gegen Osten, wie vorzüglich in den Karpathen. Jenseits
folgen dann, so wie in den Becken — dem Wiener Becken,
dem ungrischen Becken, dem siebenbürgischen Hochland — die
Tertiärformationen und die Alluvionen.