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Schrötter. Zusammensetzung alter Mörtel.
Theil der löslichen Kieselsäure in Form einer Gallerte aus, während
ein anderer Theil derselben sich löste. Beim Verdünnen der Flüssigkeit
mit viel Wasser löste sich noch ein grosser Theil der gelatinösen
Kieselsäure. Nachdem sich alles ahgesetzt und die Flüssigkeit
vollkommen geklärt hatte, wurde dieselbe durch ein mit
Salzsäure ausgewaschenes und dann gewogenes Filter gegossen,
ohne jedoch etwas von dem Bodensätze auf dasselbe zu bringen.
Diese Operation wurde nochmals wiederholt. Das Zurückbleibende
bestand nur aus Quarzsand und einer nicht beträchtlichen Menge
flockiger Kieselsäure. Um die letztere vom ersteren zu trennen,
wurde das Gemenge beider mit einer concentrirten Lösung von
kohlensaurem Natron digerirt, wodurch sich die flockige Kieselsäure
fast vollständig löste. Nach einer abermaligen und letzten Behandlung
mit Salzsäure blieb Nichts mehr als der reine Quarzsand
zurück, der in den obigen Analysen als der in Salzsäure unlösliche
Beslandtheil aufgeführt ist. Das Gewicht des nach diesen Operationen
gut ausgewaschenen und getrockneten Filters hatte sich nicht
geändert, woraus hervorgeht, dass Nichts von der flockigen Kieselsäure
auf demselben zurückblieb, sondern dass sich die ganze
Menge derselben in dem Filtrate befand. Die Bestimmung der
übrigen Substanzen wurde nach der gewöhnlichen bekannten Methode
vorgenommen, die der Kohlensäure nach der von Will und
Fresenius. Es ist nur noch zu bemerken, dass alle drei Mörtel
Ätzkalk enthalten, der sich durch Wasser ausziehen lässt. —
Vergleicht man die oben angegebene Zusammensetzung der
drei Mörtel mit einander, so zeigt sich, dass der älteste, nämlich
der 662 Jahre alte, die grösste Menge, 10,4 pCt.; der 546 Jahre
alte 7,52 pCt. und der jüngste, welcher ein Alter von 303 Jahren
erreicht hat, nur nahe 4 pCt. lösliche Kieselsäure enthält. Da übrigens
eine grosse Übereinstimmung in dem Gesammtgehalte der Kieselsäure
in allen drei Mörtelarten vorhanden ist, und auch die Menge des
Alumins zu klein ist, um etwa dem Thone, welcher dem Kalke vielleicht
schon ursprünglich beigemengt war, die lösliche Kieselsäure
zuschreiben zu können; so ist der Schluss erlaubt, dass die langsame
Einwirkung der Kieselsäure auf den Kalk, auch wenn sich beide
Stoffe in festem Zustande, also unter Umständen befinden, welche
für die Thätigkeit der chemischen Anziehung sehr ungünstig sind,
dennoch durch Jahrhunderte fortdauert. Dieses Verhältniss stellt