Kollar. Insecten-Larven im lebenden Thierkörper.
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führt und so den plausibelsten mathematischen Ausdruck der periodischen
Erscheinung zu finden gelehrt.
Eine andere wichtige Frage musste darauf erörtert werden,
nämlich wie viel Glieder der Reihe zu entwickeln sind, um die
numerischen Werthe der periodischen Erscheinung mit einer
bestimmten Schärfe zu erhalten, und wie die Summe der übrig
bleibenden Fehlerquadrate auf eine leichte Art gefunden werden kann.
Es wurden ferner für jene Perioden, die am öftesten in der
Anwendung Vorkommen, die Hilfsgrössen entwickelt, die man zur
Bestimmung der Constanten braucht, wodurch die Anwendung
wesentlich erleichtert wird.
Daran schloss sich die Betrachtung, wie aus dem mathematischen
Ausdrucke der periodischen Erscheinung die grössten
und kleinsten, so wie auch die mittleren Werthe derselben und
die Zeitmomente gefunden werden können, auf welche diese
Werthe fallen.
Endlich wurde die ganze Berechnung einer periodischen
Erscheinung in einem Beispiele, nämlich über die jährlichen
Schwankungen des Luftdruckes, wie sie sich aus den Beobachtungen
ergeben, vollständig durchgeführt.
Die Classe beschloss den Abdruck der Abhandlung in den
Denkschriften.
Herr Custos Kollar folgte nun mit einem Vorträge:
Über das ungewöhnliche Auftreten gewisser Insecten-Larven
im lebenden thierischen und menschlichen
Körper.
Die Fliegen, welche während der wärmeren Jahreszeit sich
in den Häusern, in Höfen und Stallungen aufhalten und unter dem
vulgären Namen Stuben-, Fleisch- und Schmeissfliegen bekannt
sind, leben bekanntlich in ihren ersten Ständen meist von faulenden
vegetabilischen und animalischen Stoffen, wesshalb denn
Wohnungen, in deren Nähe sich Düngergruben befinden, von
diesen Insecten am meisten belästiget werden.
Die Maden, welche man an todten Thieren, an Fleisch, Käse
u. s. w. öfter antrifft, sind nichts anders als die Larven verschiedener
Arten solcher Fliegen, welche zu der natürlichen Familie