Koller. Berechnung periodischer Naturerscheinungen.
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einander entfernt als an den Seiten, und stellen eine Art von concentrisch
schaliger Zusammensetzung vor.
Das Vorkommen des Kalkspathes in einigen, das des Aragons
in andern Tropfsteinen deutet übereinstimmend mit Gustav Rose’s
schönen Erfahrungen gewiss auf eine Verschiedenheit in der Temperatur
hin, welche bei ihrer Entstehung Statt fand. Das Karlsbader
Wasser setzt bei S9° R. noch Aragon ab, aber die untere
Gränze der Bildung desselben, ein sehr wichtiger Punkt für die
Beurtheilung der dahin zielenden geologischen Fragen, ist noch
nicht durch Versuch ausgemittelt, eben so wenig als die obere,
jenseits welcher auch nicht Aragon, sondern Kalkspath entsteht.
Es gibt sinterartige Bildungen, wo Aragon auf körnigem Kalksteine,
wo aber dieser trübe und von bräunlicher Farbe ist, aufsitzt, andere
wo die beiden Species mit einander schichtenweise abwechseln,
beide vollkommen weiss, endlich sind die weissen durchsichtigen
Kalkspath-Krystalle von der Form 2 R', oder des nächstschärferen
Rhomboeders der Reihe -— inverse von Haüy — ganz sicher
neuer und hei niedrigerer Temperatur gebildet, als der Aragon.
Die Gestalt und Zusammensetzung, überhaupt die ganze Beschaffenheit
der Tropfsteine erscheint auf diese Art sehr wichtig für das
Studium der Bildung der Gestein-Schichten. Wenn ich hier einen
kleinen Beitrag zu ihrer Kenntniss liefern konnte, so erscheint er
selbst mehr nur wie ein Fingerzeig, ein Anfang in den dahin
gehörigen Arbeiten, zu denen ich gern die Mineralogen und Geologen
einladen möchte, welchen sich die Gelegenheit darbietet,
weitere Erfahrungen in Mineralien - Cabineten und in der Natur
zu sammeln.
Herr Regierungsrath P. Marian Koller überreicht eine
Abhandlung — „Über die Berechnung periodischer Naturerscheinungen”
— und hält darüber folgenden Vortrag:
Unter den Erscheinungen, deren Gesetze die Naturlehre
erforscht, und welche sie zu erklären sucht, nehmen die periodischen
Naturerscheinungen eine wichtige Stelle ein, nämlich jene,
die nach einer bestimmten Zeit in derselben Ordnung und Grösse
wiederkehren.
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