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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

4  Haidinger’s  geognostische
endlich  zusammen  die  Exemplare  der  Karten  gedruckt.  Man  weiss,
wie  schwierig  und  mühevoll  die  Vorbereitung  und  die  Ausführung
der  hei  einem  solchen  Unternehmen  vorkommenden  einzelnen  Arbeiten ­
  ist.  Der  Grad  des  hygroskopischen  Zustandes  während  der
vielen  aufeinander  folgenden  Pressarbeiten  muss  genau  beachtet  werden ­
  ,  dann  das  Zusammenstimmen  der  Farbentöne,  manche  wurden
durch  übereinander  fallende  Lagen  der  Farben  gewonnen,  endlich
das  in  der  vorliegenden  Karte  wirklich  meisterhaft  beobachtete  genaue ­
  Übereinstimmen  der  nach  und  nach  erfolgenden  Drucke,  das
man  an  den  Farbengrenzen  so  leicht  prüft.  —
Nicht  weniger  als  sechs  und  neunzig  Tonplatten  zu  neunzehn
verschiedenen  Farbentönen  waren  in  dem  Verlaufe  der  Arbeit  erforderlich. ­
  Die  genaueste  Untersuchung  sämmtlicher  neun  Blätter  der
Karte  wird  als  Beweis  der  Aufmerksamkeit  gelten  können  ,  mit  welcher ­
  die  Arbeit  vollendet  wurde.
Die  Karte,  wie  sie  hier  vollendet  ist,  wird  immer  ein  Denkmal
der  Umsicht  und  der  Anstrengung  bleiben,  welche  der  Sections-Chef
der  lithographischen  Anstalt  des  Institutes,  Herr  J.  Scheda,  und  in
der  Ausführung  selbst  der  Chef  der  Pressen,  Herr  G.  Prokop,  unablässig ­
  bei  der  Vollendung  der  Karte  bewiesen  haben.
Schon  vor  sechs  Jahren  wurden  die  Vorarbeiten  zur  Karte  begonnen; ­
  damals  war  es  wohl  unmöglich  vorauszusehen,  dass  Bergrath ­
  Haidinger,  wie  er  nun  erwähnte,  den  Genuss  haben  würde,
die  vollendete  Karte  der  mathematisch-naturwissenschaftlichen  Classe
der  kaiserlichen  Ahademie  der  Wissenschaften  1n  der  ersten  Sitzung
vorzulegen,  in  welcher  wissenschaftliche  Mittheilungen  Vorkommen
sollten.  Das  erste  Exemplar  war  am  27.  November  1846  einer  Versammlung ­
  von  Freunden  der  Naturwissenschaften  ')  vorgezeigt  worden, ­
  aber  selbst  jetzt  sind  die  Exemplare  noch  nicht  allgemein  durch
den  Handel  zu  beziehen,  sondern  nur  erst  eine  Anzahl  derselben  ist
in  verschiedenen  Richtungen  vertheilt  worden.
Der  verewigte  Präsident  der  k.  k.  Hofkammer  im  Münz  -  und
Bergwesen,  Fürst  August  von  Lobkowitz,  hatte  im  Frühjahre
1841  die  Anregung  zur  Zusammenstellung  der  Karte  gegeben.  Selbst
früher  war  im  nieder-österreichischen  Gewerbsvereine,  z.  B.  in  der

’)  Berichte  u.  s.  w.  II.  S.  39.
            
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