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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

ungleichartiger  Feldspatlie.

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rotli  gefärbt  sind,  und  zwar  zuweilen  wie  ausgeschwitzte  Tropfen,
aber  auch  in  dicken  Häuten  auf  den  Flächen  des  der  Axe  parallelen
Prismas  oo  A  —  118°49',  ahgesetzt.  Ein  durch  Zurückstrahlung
von  der  vollkommenen  Theilungsfläche  P  gewonnenes  Bild  eines
leuchtenden  Punktes,  etwa  einer  Kerzenflamme,  erscheint  dreifach,  das
Hauptbild  ist  von  zwei  schwachen  Nehenhildern  begleitet.  Dies
beweist  die  Yertheilung  ganz  kleiner  Albittheilchen  durch  den
ganzen  Krystall  hindurch.
Eine  andere  Art  von  regelmässiger  Zusammenwachsung  ist  die,
von  welcher  hier  sehr  schöne  Beispiele  aus  dem  k.  k.  montanistischen ­
  Museum  vorliegen,  von  Pfitsch  in  Tirol,  Periklin-Krystalle
Fig.  4.  theilweise  überdeckt  von  Adular-Krystallen,
  die  Stellung  parallel,  und  ungefähr ­
  so,  wie  es  die  Fig.  4  zeigt.
Mehrere  derselben  verdankt  das
k.  k.  montanistische  Museum  der  Gnade
unseres  hohen  Curators,  des  durchlauchtigsten ­
  Erzherzogs  Johann.  Der  Mineralienhändler  Augustin ­
  brachte  im  vorigen  Frühjahre  grosse  Krystalle  von  Periklin
nach  Wien,  die  zum  Theile  undurchsichtig,  selbst  zerfressen  und
voll  Höhlungen  sind,  zum  Theile  aber  auch  noch  den  ganz  klaren
Körper  zeigen,  der  ihnen  ohne  Zweifel  hei  ihrer  ursprünglichen
Bildung  durchaus  eigen  war.  Herr  Alois  v.  Hubert  fand  in  den
beiden  Varietäten  folgende  Zusammensetzung:

I.  Frisch  II.  Verwittert
Kieselsäure  69.00  70.66
Thonerde  19.SO  18.33
Kalkerde  1.10  0.S3
Natron  .'.  ..  9.05  10.00
Fig.  5.  98.65  99.52

Eine  der  vorhergehenden  sehr  nahestehende
Erscheinung  ist  die  in  Fig.  5  abgebildete  an  einem
Krystalle  aus  Allan's  Sammlung,  von  dem  ich  in
Edinburgh  eine  Skizze  genommen;  die  gewöhnlichen
Zwillings-Krystalle  von  Albit  auf  den  Diagonalflächen
M  mit  hervorragenden  kleinen,  scharfkantigen  Adular-Krystallen
  besetzt.  Den  Fundort  kenne  ich  nicht.
            
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