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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

Ileckel.  Über  fossile  Fische.

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Trefflichste  ausführte,  die  uneigennützige  Gefälligkeit,  die  fertigen
Tafeln  einstweilen  in  meinen  Händen  zu  belassen,  bis  ihre  beabsichtigte ­
  Vervielfältigung  durch  den  Druck  erfolgen  könne.
So  entstand  nach  und  nach  diese  Sammlung  von  schönen  bildlichen ­
  Darstellungen,  welche  ich  die  Ehre  habe,  Ihnen  hier  vorzulegen. ­
  Der  Text  hiezu  ist  theilweise  gleichfalls  fertig;  vorzüglich
aber  sind  die  nöthigen  Untersuchungen,  in  Bezug  auf  systematische
Stellung,  Gattung  und  Art  der  abgebildeten  Fische,  bereits  bei
allen  geschehen.
Was  nun  der  verehrten  Classe  abgebildet  hier  vorliegt,  sind,
nebst  einer  unrichtig  benannten,  33  bisher  noch  völlig  neue  Arten.
Manche  derselben,  wie  Trachinus  Dracunculus,  Lepidopus  leptospondylum,
  Chatoessus  longimanus,  gehören  zu  recenten  Gattungen,
woraus  bisher  noch  kein  einziger  fossiler  Vorgänger  bekannt  war.
Durch  Professor  Sa  dl  er  in  Pestli  erhielt  ich  sogar  die  ersten  Fragmente ­
  aus  einer  der  grössten  Süsswasser-Familien,  den  Silur  oiden,
  die  man  bisher  ausschliesslich  als  nur  der  Jetztwelt  angehörig
betrachtete.  Es  bestehen  diese  Fragmente  aus  dem  zweiten  Knochenstrahle ­
  der  Rückenflosse  und  dem  ersten  aus  der  Brustflosse
eines  kleinen  Fisches,  der  in  die  tropische  Gattung  Bagrus  gehört,  und
dem  ich  den  Namen  des  gelehrten  Einsenders  heigelegt  habe.  Unter
den  neuen  Gattungen  erlaube  ich  mir  nur,  um  nicht  weitläufig  zu  werden, ­
  auf  eine  aufmerksam  zu  machen;  es  ist  jene  mit  dem  Saurierkopfe, ­
  dem  störartig  beschilderten  Körper,  und  der  dabei  homocerken
Schwanzflosse;  eine  hoch  ausgezeichnete  Gestalt,  wie  sich  weder
unter  fossilen  noch  lebenden  Fischen  bisher  Ähnliches  fand.  Der
Fisch  ist  aus  der  Familie  der  Sclerodermen,  derselben,  die  in  der
fossilen  Welt  schon  den  so  merkwürdigen  Blochius  aufzuweisen  hat.
Die  verehrten  Herren  werden  leicht  bemerken,  dass  die  Originalien ­
  zu  diesen  Abbildungen  verschiedenen  Erdschichten  entnommen ­
  sind.  Als  interessante  Resultate  über  das  nicht  hinreichend
festgestellte  relative  Alter  einiger  dieser  Schichten  ergab  sich,
nach  Untersuchung  meines  bisherigen  Materials  vom  ichthyologischen
  Standpunkte  aus,  ganz  kurz  folgendes:
Raibel  gehört  der  Liasformation,  Comen  der  oberen  Jura,  Pola,
Lesina  der  Kreide  an,  Radoboy,  CracowizaundNikolscliitz  sind  tertiär.
Dieselben  Mittheilungen  hatte  ich  vor  einigen  Monaten  Herrn
Murchisson  gemacht,  der  sie  bei  Gelegenheit  der  letzten  in
Sitzb.  d.  mathem.-naturw.  CI.  I.  Bd.  9
            
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