Callet’schen Logarithmen etc.
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merkwürdigste Fall in dieser letzteren Beziehung ergibt sich bei
den dritten Differenzen 84032 und 84056 des log. 101098 und
log. 101099, wo, statt einer Abnahme von 2 oder 3, sogar eine
Zunahme von 4 zum Vorscheine kommt.
Diese, bei einem flüchtigen Überblicke schon erkennbare,
Unnatürlichkeit der Callet'schen dritten Differenzen ist die nothwendige
Folge des gewöhnlichen Verfahrens hei der Differenzen-Bestimmung,
indem man die Logarithmen (oder in andern Fällen die
Glieder der Hauptreihe) auf die verlangte Anzahl der Decimalen
(hier 20) streng beschränkt, und sodann aus den Logarithmen die
ersten Differenzen, aus diesen die zweiten u. s. w. ableitet. Da aber
die letzte Decimale der Logarithmen (wegen der Weglassung der
nachfolgenden Decimalen) entweder etwas zu gross oder zu klein
sein muss, so können diese unvermeidlichen Unrichtigkeiten, obwohl
sie einzeln nur höchstens eine halbe Einheit (und selbst diese
niemals ganz) betragen, bei den auf einander folgenden 5 Logarithmen,
welche zur Bestimmung einer vierten Differenz erforderlich
sind, so beschaffen sein, dass sie, in Folge der wiederholten Subtractionen,
den Werth der vierten Differenz schon um mehrere
Einheiten vergrössern oder verkleinern, und hierdurch bis zur
Unnatürlichkeit entstellen.
Das einfache Mittel, möglichst richtige Differenzen zu erhalten,
besteht darin, die Logarithmen mit 2 Decimalen über die verlangte
Anzahl, d. h. im vorliegenden Falle mit 22 Decimalen, zu berechnen,
aus diesen sodann die Differenzen nach der gewöhnlichen Weise
abzuleiten, und endlich die Logarithmen sowohl als die Differenzen
auf die verlangte Zahl von 20 Decimalen zu beschränken. Die Richtigkeit
der eben gemachten Bemerkungen stellt sich am besten an
einem Beispiele vor Augen; der Kürze wegen unterlasse ich es hier
ein solches durchzuführen.
Ihrer Natur nach bilden zwar die Logarithmen unserer Tafel eine
unendliche arithmetische Reihe, welche aber durch die Beschränkung
auf 20 Decimalen zu einer endlichen Reihe des vierten
Ranges wird, weil die vierten Differenzen gleich sind, nämlich 2i/ 3 .
Durch die ganze Tafel bilden demnach auch die gleichnamigen
Differenzen arithmetische Reihen, und zwar die dritten Differenzen
eine Reihe des ersten, die zweiten Differenzen eine Reihe des zweiten,
und die ersten Differenzen eine Reihe des dritten Ranges, Auf der