Oallet’schen Logarithmen etc.
115
20. Decimale abwich. Obgleich ich von der Richtigkeit meiner Bestimmung
schon überzeugt war, berechnete ich dennoch diesen Logarithmus
noch einmal, und zwar nach einer der bekannten Formeln,
wodurch zuerst der natürliche, und aus diesem durch die Multiplication
mit dem Modul der gemeine Logarithmus erhalten wird, und fand
auch auf diesem, von dem frühem ganz verschiedenen Wege die
Richtigkeit meiner ersten Berechnung bestätiget. Das wissenschaftliche
Interesse machte es mir nun zur Pflicht, mittels der gänzlichen
Durchführung der Tafel die Frage zu lösen: in welcher Ausdehnung
und in welchem Grade die Callet’sche Tafel fehlerhaft sei? — Ich
beschränkte mich dabei auf die gemeinen Logarithmen, weil ich die
natürlichen (hyperbolischen) Logarithmen für meinen Zweck nicht
nöthig hatte, dieselben überdies für minder wichtig hielt, und einen
Zeitaufwand von beiläufig acht oder zehn Tagen ersparte , welcher,
ungeachtet der schon vorhandenen Einleitung, zu dieser Arbeit noch
erforderlich gewesen wäre.
Wegen der bequemeren Vergleichung mit der Callet’schen
Tafel behielt ich in der meinigen dieselbe Form der Eintheilung,
und selbst die französischen Überschriften bei. Alle Ziffern, welche
von der Callet’schen Tafel abweichen, wurden in Klammern eingeschlossen
(siehe die Tafeln).
Da die ganze Tafel in meinem Manuscripte mit 24 richtigen
Decimalen, und — nach der angewendeten Methode •— im unmittelbaren
Zusammenhänge, nämlich so berechnet wurde, dass durch die
erprobte Richtigkeit des letzten Logarithmus und der dazu gehörigen
Differenzen zugleich die Richtigkeit aller vorhergehenden Logarithmen
und Differenzen ausser Zweifel gestellt ist, so kann sie mit voller
Verlässlichkeit für die Verbesserung der Callet’schen Tafel benützt
werden.
Nach Ausschliessung der sehr zahlreichen kleineren Fehler in
der letzten Decimale, welche die Einheit nicht überschreiten, zeigt
sich die Fehlerhaftigkeit der Callet’schen Tafel bedeutsamer in
den dritten Differenzen, am stärksten aber in den letzten 31 Logarithmen
(von log. 101149 bis log. 101179), und in den dazu
gehörigen Differenzen.
Die Wichtigkeit der Fehler wird natürlich durch den Rang der
Decimalstelle bedingt, in welcher sie Vorkommen. Die fehlerhaften
Decimalen sind :