Dr. Mcdovics über die Gollubatzer Mücken.
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Sollten auch die Resultate einer solchen Untersuchung das
Übel als unheilbar hinstellen, so würde man sich wenigstens in
Zukunft die immer mit Geldopfern angewendeten, oft ganz zweckwidrigen,
ja lächerlichen Mittel ersparen.
Es wird gewiss niemand einfallen, die Gelsen oder Schnacken
ausrotten zu wollen, deren Ökonomie man vollkommen kennt, weil
man eben durch diese Kenntniss von der Unmöglichkeit überzeugt
wird. Beschränkt sich die Erzeugung der Gollubatzer Mücke auf
einzelne Bäche, so ist an ihrer Ausrottung nicht zu verzweifeln;
kömmt sie aber gleich den Larven der Gelse in allen stehenden
Wassern vor, dann wäre alle Anstrengung in dieser Hinsicht eine
Arbeit der Danaiden. Vor allem muss also durch einen gründlichen
Kenner ausgemittelt werden, in welche Grenzen die Erzeugung
dieser Fliege eingeschlossen ist.
Im sechsten und letzten Kapitel seines Berichtes bemüht sich
Dr. Mcdovics darzuthun, dass die Gollubatzer Mücke, und jenes
unter dem Namen „kleine Fliege" bekannte Insect, welches in der
grösseren Hälfte des Fürstenthumes das Hausvieh tödtet, eine und
dieselbe Mücke sei.
Er behauptet, dass die Gollubatzer Mücke am Orte ihrer Entstehung,
nämlich in der Gegend um das alte Schloss Gollubatz,
gar keinen Schaden anrichte, weil daselbst ihre Entwickelung noch
nicht vollkommen sei, dass sie aber, je weiter sie sich von der
Brutstätte entfernt, immer kräftiger, vollkommener und giftiger
werde, dass sie sogar mit der Zeit, und in Folge der weitern Wanderung
die Zeichnung und Farbe ihres Körpers etwas verändere.
Ich muss gestehen, dass ich diese Art zu argumentiren durchaus
nicht begreife.
Em den Puppen-Zustand überstandenes, also völlig entwickeltes
Insect, ein Käfer, ein Schmetterling, eine Fliege u. s. w.,
erleidet in seiner Gestalt und Färbung keine weitere Veränderung
mehr. Was hingegen die dynamischen Wirkungen gewisser Arten
betrifft, so muss ich allerdings eingestehen, dass sie sich nicht
immer gleich bleiben. Jedermann weiss aus Erfahrung, dass gewisse
Fliegen, Bremsen, Gelsen oder Schnaken bei schwüler Gewitterluft
viel lästiger sind, als bei kühlem und heiterem Wetter, dass
namentlich die Gelsen am Abende und in der Nacht hauptsächlich
ihr Unwesen treiben; dass ferner die grössere oder geringere