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Kollar. Benrtheilung des Berichtes des
In weiterem Verfolge dieses Capitels wird die Art, wie die Fliege
aus dem Wasser allmählich in dieLuft gelangt, umständlich beschrieben
, und die Ausdehnung ihrer Verbreitung in Serbien angegeben.
Die ersteren Angaben stimmen mit denen anderer Naturforscher im
Wesentlichen überein.
In dem vierten Capitel handelt der Herr Doctor von den
Ursachen der Gollubatzer Mücken, oder vielmehr von dem Entstelningsgrunde
derselben. Er bleibt seiner bereits früher ausgesprochenen
Ansicht treu, und leitet den Ursprung der Fliege von
gewissen organischen Theilchen her, welche dem Wasser der von
ihm untersuchten Quellen und Bäche nebst seinen wesentlichen
Bestandteilen beigemengt sind, und unter angemessenen Lehensbedingungen
als erste lebendige Keime der Mücke anftreten.
Dass diese Ansicht nach den bisherigen Erfahrungen über die
Entstehung der Thiere und namentlich der Insecten unstatthaft
ist, habe ich bereits gezeigt, und erkläre somit alles, was in diesem
Capitel gesagt wird, für eine längst widerlegte Hypothese. Wenn
Dr. Medovics zur Erhärtung seiner Ansicht den Umstand anführt,
dass sich nur in den von ihm angegebenen und in keinen andern
Wassern die Fliege erzeugt, so kann ihm entgegnet werden, dass
auch die Forelle nicht in jedem Wasser vorkommt und dass es gewiss
Niemandem einfallen wird, zu behaupten, sie werde nur darum in
Gebirgswassern gefunden, weil diese allein die Elemente zur Forellenbildung
enthalten.
Es sind allerdings Ursachen vorhanden, warum ein gewisses
Thier nur an einem bestimmten Orte und unter bestimmten Verhältnissen
sein Leben fristen kann, indess diese Ursachen sind ganz
anderer Art, welche hier auseinander zu setzen zu weitläufig wäre.
Es genüge hier die Bemerkung: Die Gollubatzer Mücke scheint gleich
dem ihr verwandten Simuliuin sericeum das Wasser klarer Gebirgsbäche
allen übrigen vorzuziehen, vielleicht ist die zu ihrem Unterhalte
nöthige, in solchen Bächen am reichlichsten vorkommende
Nahrung, welche aus anderen kleinen Wasserthieren zu bestehen
scheint, der Hauptgrund dieser Erscheinung.
Im fünften Capitel seines Berichtes gibt Dr. Medovics die
Mittel an, durch welche nicht allein sein Vaterland, sondern auch
die gegenüber liegende k. k. Militär-Gränze von dieser Landplage
befreit werden könne.