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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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Kollar.  Benrtheilung  des  Berichtes  des

In  weiterem  Verfolge  dieses  Capitels  wird  die  Art,  wie  die  Fliege
aus  dem  Wasser  allmählich  in  dieLuft  gelangt,  umständlich  beschrieben ­
  ,  und  die  Ausdehnung  ihrer  Verbreitung  in  Serbien  angegeben.
Die  ersteren  Angaben  stimmen  mit  denen  anderer  Naturforscher  im
Wesentlichen  überein.
In  dem  vierten  Capitel  handelt  der  Herr  Doctor  von  den
Ursachen  der  Gollubatzer  Mücken,  oder  vielmehr  von  dem  Entstelningsgrunde
  derselben.  Er  bleibt  seiner  bereits  früher  ausgesprochenen ­
  Ansicht  treu,  und  leitet  den  Ursprung  der  Fliege  von
gewissen  organischen  Theilchen  her,  welche  dem  Wasser  der  von
ihm  untersuchten  Quellen  und  Bäche  nebst  seinen  wesentlichen
Bestandteilen  beigemengt  sind,  und  unter  angemessenen  Lehensbedingungen ­
  als  erste  lebendige  Keime  der  Mücke  anftreten.
Dass  diese  Ansicht  nach  den  bisherigen  Erfahrungen  über  die
Entstehung  der  Thiere  und  namentlich  der  Insecten  unstatthaft
ist,  habe  ich  bereits  gezeigt,  und  erkläre  somit  alles,  was  in  diesem
Capitel  gesagt  wird,  für  eine  längst  widerlegte  Hypothese.  Wenn
Dr.  Medovics  zur  Erhärtung  seiner  Ansicht  den  Umstand  anführt,
dass  sich  nur  in  den  von  ihm  angegebenen  und  in  keinen  andern
Wassern  die  Fliege  erzeugt,  so  kann  ihm  entgegnet  werden,  dass
auch  die  Forelle  nicht  in  jedem  Wasser  vorkommt  und  dass  es  gewiss
Niemandem  einfallen  wird,  zu  behaupten,  sie  werde  nur  darum  in
Gebirgswassern  gefunden,  weil  diese  allein  die  Elemente  zur  Forellenbildung ­
  enthalten.
Es  sind  allerdings  Ursachen  vorhanden,  warum  ein  gewisses
Thier  nur  an  einem  bestimmten  Orte  und  unter  bestimmten  Verhältnissen ­
  sein  Leben  fristen  kann,  indess  diese  Ursachen  sind  ganz
anderer  Art,  welche  hier  auseinander  zu  setzen  zu  weitläufig  wäre.
Es  genüge  hier  die  Bemerkung:  Die  Gollubatzer  Mücke  scheint  gleich
dem  ihr  verwandten  Simuliuin  sericeum  das  Wasser  klarer  Gebirgsbäche ­
  allen  übrigen  vorzuziehen,  vielleicht  ist  die  zu  ihrem  Unterhalte ­
  nöthige,  in  solchen  Bächen  am  reichlichsten  vorkommende
Nahrung,  welche  aus  anderen  kleinen  Wasserthieren  zu  bestehen
scheint,  der  Hauptgrund  dieser  Erscheinung.
Im  fünften  Capitel  seines  Berichtes  gibt  Dr.  Medovics  die
Mittel  an,  durch  welche  nicht  allein  sein  Vaterland,  sondern  auch
die  gegenüber  liegende  k.  k.  Militär-Gränze  von  dieser  Landplage
befreit  werden  könne.
            
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