Di», Medovics über die Gollubatzer Mücken.
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Gollubatzer Fliege angesehen, seine umständlichere Beschreibung
•davon passt ganz auf dieses kryptogamische Gewächs.
Um darüber ins Klare zu kommen, müsste von dieser Masse
etwas in Weingeist zur Untersuchung eingesendet werden.
Nach Dr. Verdat's Beobachtung sind zur Entwickelung der
von ihm beobachteten Fliege vom Ei an bis zum vollkommenen Insecte
4 — S Monate erforderlich, und diese Beobachtung erscheint durch
Analogien vollkommen bestätiget.
Herr Dr. Medovics äussert sich über diesen Punkt nicht klar
genug: er behauptet Anfangs, dass aus dem von ihm beschriebenen
Schleime, welcher die Eier enthält, und die ganze Oberfläche der
Bäche in Form eines Netzes bedeckt, sich zugleich auch die Fliege
zu Millionen entwickelt. Später gesteht er aber ein, dass er in diesem
Schleime eine Veränderung beobachtet habe, dass die Brut die Form
eines Würmchens angenommen, an dem man Augen, Kopf, Kumpf,
und an diesem Fiisse unterscheiden konnte.
Wie sich diese Brut von nun an in die Mücke verwandle,
konnte er wegen Mangel an den nöthigen Werkzeugen nicht beobachten.
Er hat also den Puppenzustand, wo das Thier in einem tuttenförmigen,
halb offenen Gehäuse ruht, nicht gesehen.
Dieser Mangel einer vollständigen Beobachtung übt aber, wie
er ganz richtig bemerkt, auf die Hauptabsicht, nämlich die Ausrottung
der Mücke, keinen wesentlichen Nachtheil aus. Seine erste Angabe
über die Entstehung der Fliege beruht gewiss auf einer Täuschung,
denn unmöglich kann aus dem Ei gleich die vollkommene Fliege zum
Vorscheine kommen.
Wenn es übrigens zur Ausrottung dieser Mücke nicht unumgänglich
nöthig ist, ihre ganze Entwickelung vollständig zu kennen,
so wäre es doch wünschenswert]) zu erfahren, zu welcher Zeit die
Gollubatzer Mücke als Larve vorhanden sei, und wie lange dieser
Zustand dauert, denn gerade in dieser Zeit richtet man durch Mittel
der Vertilgung am meisten aus, weil das Thier, wenn es um diese
Zeit aus dem Wasser geschafft wird, unrettbar zu Grunde geht, Wahrscheinlich
ist der hohe Sommer, dann der Spätherbst, der ganze
Winter bis in den März hinein die geeignetste Zeit zur Ausrottung;
unser Simulium sericeum wenigstens existirt zu diesen Zeiten als
Larve in den Bächen,