Di'. Medovics über die Gollubatzer Mücken.
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erwachsen, und ich schliesse daher ebenfalls auf eine doppelte
Generation im Jahre.
Da indess nicht alle Individuen sich gleichzeitig entwickeln,
so gibt es, wie in der ganzen organischen Schöpfung auch hier
Früh- und Spätgeburten, und so geschieht es, dass man den ganzen
Sommer hindurch einzelne solche Mücken schwärmen sieht, und
dass zwar die Fortpflanzung der grossen Massen an eine gewisse
Periodicität gebunden ist, einzelne Paare jedoch von der Regel eine
Ausnahme machen.
Warum die Folgen der Verletzung durch die Gollubatzer
Mücke in gewissen Perioden gefährlicher sei, als zu andern Zeiten,
darüber weiss Dr. Medovics keinen sicheren Grund anzugehen; er
glaubt, dass vielleicht die Beschaffenheit des Morastes, in welchem die
Mücke entsteht, darauf Einfluss habe. Hierin kann ich dem verehrten
Herrn Doctor nicht beipflichten; da er von der Entstehung der Fliege
in Morästen keine Erwähnung thut, sondern sie vielmehr aus reinem
Quell- und Bachwasser sich entwickeln sah; ich glaube vielmehr,
dass die Wirkung zunächst von der Quantität der Stiche, dann aber
von der individuellen Disposition des verletzten Individuums abhänge.
Wir sehen dies bei unseren gewöhnlichen Gelsen, dass ihre
Stiche bei gewissen Personen nur ein unbedeutendes Jucken verursachen,
während bei anderen Geschwulst und Ausschlag die Folge der
Verletzung ist. Allerdings scheinen klimatische Verhältnisse sowohl auf
die Wuth der lästigen Insecten, als auf die Receptivität der Verletzten
nicht ohne allen Einfluss zu sein. Schon in Ungern und Italien
erzeugt dieselbe Gelse, welche hei uns vorkommt, weit schmerzlichere
und gefährlichere Zufälle.
Indem dritten Capitel beschäftigt sich Dr. Medovics mit
der Erzeugung der Fliege: er gibt an, dass sich in einem gelblich
weissen Schleime zuerst kleine Eierchen bilden, welche nach und
nach grösser werden, und nichts anders als derSaine künftiger Mücken
seien. Dieser Schleim sammt den darin enthaltenen Eiern werde
nur von einer der von ilnn untersuchten Quellen ausgeworfen, aus
den übrigen komme nichts dergleichen zum Vorscheine, aber ein
ähnlicher Schleim setze sich in den Bächen, in einiger Entfernung
von ihrem Ursprünge an die im Wasser befindlichen Holzspäne, an
Gras, an Äste u. s. w., und dann fülle er sich allmählich mit den
vorerwähnten Eierchen an u. s. w.
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