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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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Kollar.  Beurtlieilung  des  Berichtes  des

5.  Die  Art  ihrer  Ausrottung  und
6.  die  Erörterung  der  Frage:  ob  die  Gollubatzer  Fliege  und  jene
kleine  Mücke,  welche  in  der  grösseren  Hälfte  des  Fürstentbums
Serbien  das  Hausvieh  tödtet,  ein  und  dasselbe  Insect  sei?
Sein  Bericht  zerfällt  also  in  eben  so  viele  Capitel,  die  ich  liier
nacheinander  kritisch  zu  beleuchten  versuchen  will.
Bevor  ich  die  Erörterung  dieser  Punkte  einer  strengeren  Prüfung ­
  unterwerfe,  muss  ich  bemerken,  dass  dem  Herrn  Doctor  leider
mehrere  auf  diesen  Gegenstand  Bezug  habende  Arbeiten  verschiedener ­
  Naturforscher  zur  Benützung  nicht  zu  Gebote  standen;  sie
hätten  seine  schwierige  Untersuchung  bedeutend  erleichtert,  und
ihn  vor  manchen  Fehlschlüssen,  die  auf  unbegründete  Hypothesen
fussen,  bewahrt.
Die  wichtigste  dieser  Arbeiten  ist  unstreitig  das  „Memoire
pour  servir  ä  l’histoire  des  Simulies,  genre  d'insectes  de
Vordre  des  dipteres,  famille  des  tipulaines;  lu  u  la  reunion
de  la  societe  Helvetique  des  Sciences  naturelles  ä  Ti  ule,  le
25  Juillet  1821,  pur  F.  F.  Verdat,  Med.  ä  Delemont  (avec
une  planchej";  enthalten  in  dem  naturwissenschaftlichen  Anzeiger
der  allgemeinen  Schweizerischen  Gesellschaft  für  die  gesammten
Naturwissenschaften.  Herausgegeben  von  Fr.  Meisner.  Fünfter
Jahrgang.  Bern,  1823.
In  dem  angeführten  Memoire  theilt  Dr.  Verdat  die  umständliche ­
  Naturgeschichte  einer  mit  der  Gollubatzer  Mücke  nahe  verwandten ­
  Art,  des  Simulium  (Simulia  Meig.)  sericeum  mit,  und
liefert  zugleich  Abbildungen  von  allen  ihren  Entwickelungsständen
mit  Ausschluss  der  Eier,  die  er  zu  beobachten  nicht  Gelegenheit
hatte.
Etwas  später  erschien  von  dem  Schwedischen  Naturforscher
Ben.  Fr.  Fries  in  seinen  „Observationes  entomologicae,”  Stockholm, ­
  1824,  eine  Monographia  Simuliarum  Sueciae,  in  welcher ­
  ebenfalls  die  ersten  Stände  desselben  Insectes  bekannt  gemacht
werden.
Beide  Naturforscher  stimmen  in  ihren  Angaben  über  die  Gestalt
und  Lebensweise  dieser  Fliege  vollkommen  überein;  beide  haben
die  Larven  und  Puppen  im  Wasser  angetrolfen,  wo  sich  auch  die
Fliege  entwickelt,  die  dann  einige  Zeit  in  der  Luft  herumschwärmt
und  als  blutdürstiger  Quälgeist  gleich  der  Gollubatzer  Mücke
            
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