orientirten Flächenschiller.
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Bild weiss, das untere prächtig lasurblau; in der Querstellung,
Fig. 3, ist selbst das obere Bild diamantartig glänzend bläulichweiss,
das untere aber glanzlos.
Das krokonsaure Kupferoxyd bildet also gleichfalls eine Bestätigung
des Gesetzes, dass der orientirte Flächensehiller
in seiner Polarisations-Bich tu n,g mit der Polarisations-Richtung-des
mehr absorbirten Strahles doppelt!)
reche n der Krystalle übereinstimmt.
4. Platinblausaures Ammoniak. Unter den vielen interessanten
Krystallen, die ich schon Herrn Professor Redtenbacher
verdanke, gab ich bereits in einer Versammlung von Freunden
der Naturwissenschaften am 26. Februar 1847 Nachricht '). Die
Form der feinen, nadelförmigen Krystalle war nicht zu erkennen,
wohl aber Farbe und Flächenschiller. Die Prismen, vertieal gestellt
und durch die dichroskopische Loupe untersucht, gaben das obere
Bild 0 citronengelb, das untere E dunkler und zwar beinahe olivengrün.
Es war also ein positiver Krystall, und man konnte den bereits
in der Spiegelung bemerkbaren Flächenschiller in der Ebene senkrecht
auf die Axe polarisirt erwarten. Dies war auch wirklich der
Fall in der Untersuchung mit der dichroskopischen Loupe. In der
Längenstellung gab die Reflexion das weisse polarisirte Licht im
oberen Bilde 0; das untere Bild E war von dem schönsten gesättigten
Lasurblau. In der Querstellung ist das obere Bild 0 stark
diamantartig glänzend ins Bläulichgraue geneigt, das untere Bild E
glanzlos. Bei der Durchsichtigkeit der Krystalle bemerkt man in
dem 0 der Längenstellung, und in dem E der Qucrstellung die
gelbe Farbe im schönen Gegensätze der blauen Zurückstrahlung.
Aber bei diesen Species ist das untere durch Transparenz
gewonnene Bild schon etwas grünlich; bei den reflectirten Glanzerscheinungen
bemerkt man auch, dass in der Längenstellung das
Blau bei nahe senkrechter Incidenz rein, nur mit dem Weiss
gemengt, welches der Polarisation entging, oder ehva lavendelblau,
unter dem Polarisations-Winkel hoch lasurblau, sich bei noch
grösserem Einfallswinkel in röthliche Töne, namentlich in ein zartes
Rosenroth; verlauft.
*) Berichte. II. Band, Seite 199.